Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Angriff mit Auto? Fahrer vor Gericht

Stadtmitte Angriff mit Auto? Fahrer vor Gericht

44-Jähriger soll Tod eines Motorradfahrers billigend in Kauf genommen haben

Voriger Artikel
Raus an die Luft: Stadt erwacht zum Osterfest
Nächster Artikel
Zahl der Vermissten steigt in Rostock

Im Sitzungssaal des Rostocker Landgerichts berät sich Christian S. (l., 44) mit seinem Verteidiger Carsten Düwel.

Quelle: Mathias Otto

Stadtmitte. Unfall auf der Stadtautobahn, Fahrerflucht, ein Motorradfahrer kommt zu Schaden: Nun muss sich ein 44-Jähriger aus Wismar deshalb vor dem Rostocker Landgericht verantworten. Weil er Verletzungen und auch den Tod eines Menschen billigend in Kauf genommen haben soll, lautet die Anklage: versuchter Totschlag. Der Kradfahrer kam damals mit Prellungen und Schleudertrauma davon.

Am 22. August 2014 soll der Angeklagte auf der Stadtautobahn in Richtung Schutower Kreuz den Unfall provoziert haben. Laut Staatsanwalt sei es Absicht gewesen, den Geschädigten durch das Verursachen eines Unfalls zu disziplinieren. Der Anklage zufolge wechselte der 44-Jährige zunächst auf den linken Fahrstreifen, ohne das Krad bemerkt zu haben. Der Motorradfahrer soll dann gegen den Außenspiegel des Transporters geschlagen haben. Nachdem das spätere Opfer auf die rechte Spur gewechselt sei, soll der 44-Jährige dicht neben ihm gefahren sein. Dabei kam es zur Berührung. Der hintere Teil des Kleintransporters ist gegen den Kradlenker gestoßen. Dadurch ist der Kupplungshebel abgebrochen. Das bestätigt auch ein Sachverständiger der Dekra, der im Gericht aussagte. Anhand von Fotos, Grafiken und einer nachgestellten Szene auf dem Computer rekonstruierte er den Unfall. Beide Fahrzeuge müssten gleich schnell gewesen sein. „Die Differenzgeschwindigkeit war gering“, sagt er. Dies habe er anhand der Form des Kratzers auf dem Lack erkannt. Wie schnell beide gefahren sind, konnte er aufgrund vieler ungeklärter Faktoren im Nachhinein nicht bestimmen. Laut Anklage waren beide mit mindestens Tempo 50 unterwegs.

Der Sachverständige sagte, dass es eher ein Streifen als ein Stoß gewesen sein muss. Hätte der Motorradfahrer einen richtigen Stoß von der Seite bekommen, hätte es für ihn mit schlimmeren Folgen ausgehen können. Da Christian S. vom Unfallort geflohen ist, haben ihn Polizisten auf der Autobahn 20, Abfahrt Wismar-Mitte, gestellt. „Er war nicht aufgeregt, zeigte ein normales Verhalten. Seine Fahrweise war auch dem Verkehr angepasst“, erinnert sich der Polizist. Der Prozess geht am 30. März weiter.

Von mo

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Lichtenhagen
Seit dem Bau des Stadtteils 1975 wurden die Gehwege nicht mehr grundhaft saniert.“Ralf Mucha (SPD), Ortsbeiratsvorsitzender

Angelika Kraut ist in Lichtenhagen auf einem kaputten Gehweg schwer gestürzt — den Prozess gegen die Stadt hat sie verloren / Richter: Anwohner müssen die Gefahren kennen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Parkplatznot: Hansaviertel stellt sich gegen Biomedicum

Neues Forschungszentrum hat zu wenig Stellflächen, kritisiert Ortsbeirat