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Angriff mit Auto: Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt

Rostock-Stadtmitte Angriff mit Auto: Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt

Der 44-Jährige hat mit seinem Transporter einen Motorradfahrer so sehr bedrängt, dass dieser in Lebensgefahr geriet

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Im Sitzungssaal des Rostocker Landgerichts berät sich Christian S. (44) mit seinem Verteidiger Carsten Düwel.

Quelle: Mathias Otto

Rostock-Stadtmitte. Weil er mit seinem Transporter einen Motorradfahrer attackierte und danach Fahrerflucht beging, ist ein 44-Jähriger gestern zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Rostock sprach den Angeklagten schuldig wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Auch die Unfallflucht wurde ihm zulasten gelegt. Mindestens zehn Monate lang muss der Beschuldigte ohne Fahrerlaubnis auskommen. Zudem soll er 3000 Euro an den Verein zur Förderung krebskranker Kinder zahlen.

Stadtautobahn Rostock, August 2014: Der 44-Jährige fährt mit seinem Transporter in Richtung Schutower Kreuz und übersieht beim Spurwechsel einen Motorradfahrer, schildert der Vorsitzende Richter bei der Urteilsbegründung. Der Motorradfahrer schlug daraufhin gegen den Außenspiegel des Transporters. Wohl, um auf sich aufmerksam zu machen. Der Angeklagte habe den Fehler nun jedoch beim Motorradfahrer gesehen und wollte ihn dafür „abstrafen“.

Erst sei der Mann dicht aufgefahren. Dann habe er überholt und sei bei mindestens Tempo 70 so nah neben dem Motorradfahrer gefahren, dass der hintere Teil des Kleintransporters gegen den Kradlenker gestoßen sei. Dadurch sei der Kupplungshebel abgebrochen.

Der Motorradfahrer erlitt Prellungen und ein Schleudertrauma. Der Angeklagte entfernte sich vom Unfallort. Danach informierte er zwar die Polizei, habe dabei aber falsche Angaben gemacht, so der Richter. Drei Zeugen beobachteten das Geschehen. Sie belasteten den 44-Jährigen im Prozess schwer. Einen versuchten Totschlag, so wie die Anklage ursprünglich lautete, sah das Gericht jedoch nicht.

„Er nahm nicht den Tod eines Menschen billigend in Kauf, sondern erhebliche Verletzungen“, sagte der Richter. Der Mann habe den Motorradfahrer in Lebensgefahr gebracht.

Positiv für den Angeklagten sei gewesen, dass er sich beim Opfer entschuldigt und ein Geständnis abgelegt habe. Schockiert war das Gericht jedoch darüber, dass der Mann keine Reue, sondern Unverständnis über die strafrechtlichen Ermittlungen gezeigt habe. Motto: Es sei ja nur ein Unfall gewesen. Das Fazit des Richters: Zum Führen eines Fahrzeugs ist der Angeklagte charakterlich ungeeignet.

Von aw

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