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Anklage gegen den Messerstecher

Tessin Anklage gegen den Messerstecher

Stromstorfer wird versuchter Mord vorgeworfen

Tessin. Fast ein halbes Jahr ist es her, dass ein Kriminalfall die Kleinstadt Tessin erschütterte: Ein damals 29-Jähriger soll aus Eifersucht einen zwei Jahre jüngeren Nebenbuhler niedergestochen haben. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage gegen den Mann aus Stromstorf. Ihm wird vorgeworfen, dass er versuchte, das „ihm bekannte Opfer auf einer Straße in Goritz aus niedrigen Beweggründen heimtückisch zu töten.“ Der mutmaßliche Täter war nach der Messerattacke im Oktober festgenommen worden, sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

 

OZ-Bild

Im Januar wurde die Leiche von Mathias G. auf dem Grundstück des Angeklagten gesucht.

Quelle: Foto: St. Tretropp

Am 31. Oktober soll der Angeklagte das Auto des 27-Jährigen manipuliert haben, so dass es in Goritz nahe Tessin stehen blieb. Der mutmaßliche Täter habe ihn daraufhin überfallen. Mit zwei tiefen Schnitten am Hals soll er versucht haben, sein Opfer zu töten. Eine Autofahrerin fand den Schwerverletzten an der Straße und holte Hilfe. Der mutmaßliche Täter floh und wurde im Nachbarort aufgespürt.

Der 27-Jährige war der neue Lebensgefährte von der Ex-Freundin des Angreifers. „Die Motive deuten auf Heimtücke, damit kann es sich nur um versuchten Mord und nicht um versuchten Totschlag handeln“, erklärt Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock. Bei einer Verurteilung muss der nun 30-Jährige mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe rechnen. Nowack: „Das Strafmaß kann jedoch je nach Lage abgemildert werden, muss es aber nicht.“

Doch dies ist nicht das einzige Verbrechen, dass dem Stromstorfer vorgeworfen wird. Die Ermittler vermuten, dass der 30-Jährige einen weiteren Nebenbuhler umgebracht hat. Bei dem Opfer soll es sich um den seit April vermissten Mathias G. (27) aus Kronskamp handeln. Auch dieser soll eine Affäre mit der Ex-Freundin des Angeklagten gehabt haben. Gegenüber seiner Ex-Freundin und auch Mitgefangenen soll der 29-Jährige den Mord an Mathias G. bereits gestanden haben Dass Mathias G. tot ist, gelte für die Ermittler der Rostocker Polizei inzwischen als sicher. Doch noch immer fehlt von seiner Leiche jede Spur. Auch auf dem Grundstück des mutmaßlichen Mörders hatte im Januar eine groß angelegte Suchaktion stattgefunden. Diese blieb jedoch ergebnislos. „Die Ermittlungen dauern weiter an“, sagt Harald Nowack. Der Staatsanwalt rechnet damit, dass die Hauptverhandlung gegen den 30-Jährigen schon im nächsten Monat beginnen werde.

jh

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