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Anwohner sauer: Stadt streicht Parkplätze im Hansaviertel

Hansaviertel Anwohner sauer: Stadt streicht Parkplätze im Hansaviertel

Um Bäume zu schützen, ist das Parken an der Hans-Sachs-Allee bald verboten

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Diese Bügel sorgen für Ärger, denn sie unterbinden das Parken an den Bäumen, um sie zu schützen.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl, Doris Kesselring, Philip Schülermann

Hansaviertel. Die Anwohner in der Hans-Sachs-Allee sind aufgebracht. Der Grund: Die Stadt nimmt ihnen die Parkplätze, um die Bäume in der Straße zu schützen. Und: Sie sind sauer, weil die Stadt das über ihre Köpfe hinweg entscheidet – trotz Protest, trotz des Einsatzes ihres Ortsbeirates.

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Um Bäume zu schützen, ist das Parken an der Hans-Sachs-Allee bald verboten

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Die Stadt will die Parkplätze in der Hans-Sachs-Straße sperren, damit dort keine Autos mehr parken. Denn „starke Äste werden abgefahren, die Baumwurzeln werden fast täglich mehr geschädigt“, sagt Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Ohne ausreichenden Schutz stehe frühzeitiger Verlust von Bäumen an. Der Senator sieht die Allee in Gefahr. Die Anwohner sehen indes noch mehr Parkplatzprobleme auf sich zukommen. Und man stelle sie als Wildparker da, bemängelt ein Anwohner in der vergangenen Ortsbeiratssitzung. Auf Wunsch der Anwohner hin hat der Ortsbeirat Hansaviertel Einspruch eingelegt.

„Der Oberbürgermeister hat aber anders entschieden“, sagt Karsten Cornelius (SPD), Vorsitzender des Ortsbeirates. Immer mehr Autos parken im Stadtteil: Pendler, Mitarbeiter des Klinikums und Anwohner. „Wir werden immer mehr bedrängt“, sagt Cornelius und spricht von Chaos.

„Wozu brauchen wird denn dann einen Ortsbeirat“, fragt der Anwohner aufgebracht. „Der Ortsbeirat ist ein beratendes Organ, kein Entscheidungsorgan“, sagt Cornelius. Die Konsequenz: „Unsere Möglichkeiten sind ausgeschöpft, so Cornelius. Der Ärger sitzt tief. Einige Anwohner sind mit der Entscheidung nicht einverstanden – und hätten sogar angeregt, die Bäume zugunsten von Parkplätzen zu fällen, sagt Matthäus.

Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und Senator Holger Matthäus würden einfach entscheiden, egal, was Beirat und Bürger sagen, lautet ein weiterer Vorwurf in der Sitzung. „Der Zustand wurde lange geduldet, auch auf Bitten des Ortsbeirates“, verteidigt sich Matthäus und betont, dass mit den Mitgliedern in der vergangenen Woche alles besprochen worden sei. „In den Ferien“, kontert Cornelius.

„Da sind viele mit ihren Autos unterwegs.“ Er kritisiert zudem das Vorgehen der Verwaltung. Diese habe vor der Entscheidung, das Parken zu unterbinden, nicht um Stellungnahme des Ortsbeirates gebeten, obwohl sie es hätte tun müssen. Das sei verpflichtend. „Herr Matthäus soll jetzt erklären, warum er so entschieden hat“, fordert er.

„Ich habe mehrere alternative Maßnahmen vorgeschlagen“, sagt Matthäus. Vor dem Sky-Supermarkt gibt es laut Senator genügend Parkplätze, die unverständlicherweise nicht genutzt würden. „Fast 100 Prozent Ersatz“, sagt Matthäus. Außerdem wolle er mit Aldi und Sky sprechen, ob deren Parkplätze nachts genutzt werden könnten und prüfe die Möglichkeit des Bewohnerparkens. Auch mit der Uni-Klinik soll es Gespräche geben, dass sie eigene Parkplätze anbieten sollen. 2018 könnte der Straßenzug zudem überplant werden. Nach Schätzungen des Senators würde eine Neugestaltung zwei Millionen Euro kosten. Das Ziel: „Parkplätze und Bäume für alle“, so Matthäus. Platz sei in der Straße genug.

„Wir warten die nächste Ortsbeiratssitzung ab“, sagt Karsten Cornelius. Sie laden Matthäus ein, damit er Rede und Antwort steht.

Philip Schülermann

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