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Anwohner verärgert über „Elterntaxis“ in der Schulstraße

Papendorf Anwohner verärgert über „Elterntaxis“ in der Schulstraße

Gemeinde Papendorf soll Spielstraße prüfen / Feuerwehr erhält neues Fahrzeug

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Wir wollen die Schulstraße nicht noch durchgängiger machen.Klaus Zeplien Bürgermeister in Papendorf

Papendorf. Den Anwohnern der Schulstraße in Papendorf reicht es. „Kurz vor Schulbeginn rasen die Elterntaxis auf der schmalen Straße bis direkt vor die Schule“, berichtet Friedhelm Gutwein. 45 Autos habe er in einer halben Stunde gezählt. „Die fahren die Straße runter und natürlich auch wieder hoch“, sagt der Anwohner. Doch auf der neu gepflasterten Fahrbahn kommen zwei Autos nicht aneinander vorbei. „Dann weichen sie auf die Anwesen oder die Grünfläche aus“, schildert Gutwein die Situation.

In einem Brief ans Amt Warnow-West haben die Bewohner das Problem beschrieben. „Wir halten es für unverhältnismäßig, dass eine Straße für sechs Anwohner den Verkehr für eine Schule mit über 500 Kindern aufnehmen soll“, erklärt Gutwein auf der Gemeindevertretersitzung.

Das Problem sei bekannt, reagiert Bürgermeister Klaus Zeplien. Auch die Dorfstraße sei morgens und nachmittags durch den Schulwege- und Kitaverkehr stark belastet. Ein Wegekonzept sei in Auftrag gegeben, das in einer kleinen Arbeitsgruppe mit Vertretern von Amt, Gemeinde und Schule demnächst besprochen werden soll. „Darin ist eine Straßenerweiterung mit einem Gehweg angedroht“, sagt Zeplien.

„Doch wir wollen die Straße nicht noch durchgängiger machen, der Zustand soll baulich nicht verändert werden“, sagt er.

Die Anwohner fordern die Gemeinde auf, über eine Spielstraße nachzudenken, wie es die Schulstraße bis zur Sanierung schon einmal war. Dann müssten die Fahrzeuge Schrittgeschwindigkeit fahren und sich dem Fußgängerverkehr unterordnen. „Jetzt ist es umgekehrt, die Schüler müssen auf die Autos achten“, erklärt Christian Schulz aus der Straße. Die Bewohner wollen zudem in künftige Planungen einbezogen werden.

Als nächste Maßnahme soll der Schulhof wieder abgepollert werden, damit die Elterntaxis nicht bis vor die Tür rollen. „Das Kabel für eine Schranke ist mit dem Schulanbau eingebaut worden, das Geld dafür liegt seit drei Jahren bereit“, sagt der Bürgermeister.

Zeplien informiert darüber, dass für 26000 Euro die Risse in der Dorfstraße Papendorf bis zum Eisenbahntunnel ausgebessert werden sollen. Außerdem sollen die Straße in der Ortslage Groß Stove saniert und die Zufahrt nach Biestow „geglättet“ werden. Reagieren will die Gemeinde auch auf Hinweise von Eurawasser. Das Unternehmen hatte beklagt, dass die Schmutzwasserleitungen in der Wochenendsiedlung „Sedansberg“ in der unbefestigten Fahrbahn liegen und durch regenbedingte Sturzflüsse vom Berg stark versanden. „Die Gullideckel liegen vergraben im Schlamm“, erklärt der Bürgermeister nach einem Vorort-Termin. Einzige Lösung sei der Ausbau des Gemeindeweges zur Straße. Da müssten die Anlieger allerdings mit hohen Beteiligungskosten rechnen.

Umgeplant wird auch die Verkehrserschließung zum Neubau der Schulsporthalle einschließlich Verlegung des Parkplatzes. Die Planungsmehrkosten übernehmen die fünf Gemeinden, die Träger der Warnowschule sind (Stäbelow, Kritzmow, Pölchow, Ziesendorf und Papendorf). Die Verbreiterung der angrenzenden Straße Alte Ziegelei mit Erneuerung des Gehweges will die Gemeinde Papendorf dann nach Fertigstellung der Sporthalle in Angriff nehmen. „Vom Tunnel bis zum Eingang der Villa“, kündigt Zeplien an.

Beschlossen haben die Gemeindevertreter die Anschaffung eines HLF 10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) für die Feuerwehr. Mit Kosten von 340000 Euro wird gerechnet, die in der Hoffnung auf hohe Förderung jedoch noch deutlich sinken sollen.

Doris Kesselring

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