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Atmosphärenforscher sind exzellent

Kühlungsborn/Dummerstorf Atmosphärenforscher sind exzellent

Der Senat der Leibniz-Forschungsgemeinschaft bewertete seine Institute. Für Kühlungsborn (Landkreis Rostock) greift er zum Superlativ. Das Institut für Nutztierbiologie in Dummerstorf wurde deutlich schlechter bewertet.

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Die Kühlungsborner Physiker erforschen die Atmosphäre der Erde im Höhenbereich von 10 bis 110 Kilometern mit Radar, Höhenforschungsraketen und – wie hier abgebildet – mit Lidarstrahlung. Die Ergebnisse werden in komplexen Computermodellen dargestellt.

Quelle: IAP

Kühlungsborn/Dummerstorf. Bestnoten für die Forscher vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn (Landkreis Rostock). Bei einer Evaluierung - wissenschaftlichen Bewertung der Forschungsleistungen - durch den Senat der Leibniz-Forschungsgemeinschaft erhielten alle drei Abteilungen das Prädikat „Exzellent“ . Durch den Nachweis von international anerkannter Spitzenforschung ist die Finanzierung des Instituts durch Bund und Länder für weitere sieben Jahre gesichert.

Die Kühlungsborner Physiker erforschen die Prozesse in der Atmosphäre in einer Höhe von etwa zehn bis 110 Kilometern und sind darin weltweit führend. Die Forschungen tragen zum Verständnis des Klimawandels bei.

Das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf bei Rostock dagegen wurde vier Monate zuvor deutlich schlechter bewertet.

Den Wissenschaftlern wurde nach der Evaluierung Ende 2015 nur eine vierjährige Förderung zuerkannt. Üblich sind jedoch sieben Jahre. Es gelinge in der Forschung, trotz einiger Erfolge, noch zu selten, Ergebnisse hervorzubringen, die „international Beachtung“ fänden, erklärt Christoph Herbort-von Loeper, Vizesprecher der Leibniz-Gemeinschaft. Anfragen beim Dummerstorfer Leibniz-Institut blieben am Freitag unbeantwortet.

Für ein Institut bedeutet die aktuelle Evaluierung sogar das Aus: Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften Köln und Bonn wurde sehr kritisch bewertet. Wegen der „kritischen Gesamtsituation“ empfiehlt der Senat, die Förderung zu beenden.

Von Lutz Werner und Bernhard Schmidbauer

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