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Aus HO-Gaststätte wird Tagespflege

SCHWAAN Aus HO-Gaststätte wird Tagespflege

In der August-Bebel-Straße hat die Diakonie eine Tagespflege eröffnet / Die Plätze sind fast alle ausgebucht

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Pflegedienstleiterin Katja Hehl (l.) und Einrichtungsleiterin Jaqueline Paepke zeigen den neuen Aufenthaltsraum in der Tagespflege in der August-Bebel-Straße.

Quelle: Mathias Otto

Schwaan. Helle Räume, viel Platz, reichlich Unterhaltung: Die Diakonie bietet neuerdings eine Tagespflege in Schwaan an. Ein Segen für viele Familien. Da sie ihre Angehörigen oft nicht tagsüber betreuen können, übernimmt dies jetzt dieser Pflegedienstleister. „Jeder sollte die Möglichkeit bekommen, so lange wie möglich an dem Ort zu sein, wo er am liebsten ist. Wir haben die Tagespflege so gestaltet, dass sich jeder wie zu Hause fühlt“, sagt Pflegedienstleiterin Katja Hehl.

Der Bedarf in der Warnowstadt scheint vorhanden zu sein, denn fast alle Plätze sind mittlerweile belegt. „Zu Hause lebe ich allein. Hier finde ich Gesellschaft und Unterhaltung“, so das erste Fazit der 82-jährigen Helene Dudda. Und die Tagesgäste kommen nicht nur aus Schwaan. „Das Einzugsgebiet ist groß. Die Leute leben auch in kleineren Gemeinden wie Dummerstorf, Kavelstorf oder Ziesendorf“, sagt Einrichtungsleiterin Jacqueline Paepke. Mittlerweile sind nur noch an zwei Tagen in der Woche Plätze frei.

Die freien Räume in der August-Bebel-Straße 11 wurden bewusst gewählt, da sie sich in der Nähe zur Innenstadt befinden und nur wenige Meter von der Warnow entfernt sind. Auch der Standort selbst ist vielen Schwaanern nicht unbekannt. „Früher war an dieser Stelle die HO-Gaststätte. Wir haben Tagesgäste, die können sich noch genau daran erinnern, dass sie hier damals getanzt haben“, so Jacqueline Paepke, die zusammen mit ihren Kollegen auch für die Inneneinrichtung zuständig war.

„Wir haben an viele Details gedacht. Etwa Fotoaufnahmen aus Schwaan aus mehreren Jahrzehnten hängen als Bilder an den Wänden“, sagt sie. In einem Zimmer befindet sich auch eine kleine Bibliothek mit einer Leseecke. Ebenso eine Couchgarnitur und ein Fernseher. „Unsere Tagesgäste bekommen bei uns viel Platz für ihre eigenen Bedürfnisse und können sich zurückziehen, wenn ihnen danach ist“, berichtet Katja Hehl.

Das meiste Geschehen findet aktuell in der Küche statt. Gemeinsam mit den Betreuern werden Kartoffeln und Rosenkohl geschält, andere basteln Ostergeschenke, einige sitzen am Tischende zusammen und klönen. „Wir nehmen auch die Ideen und Wünsche der Tagesgäste auf. Neulich gab es Erbsensuppe für alle, die sich ein Mann gewünscht und auch selbst gekocht hat“, so die Einrichtungsleiterin. Wichtig ist den Mitarbeitern, ein ausgewogenes Angebot bereitzustellen. Dazu gehören etwa auch der „Moin Schnack“, „Back- und Kocktiet“, Kaffeekränzchen und verschiedene Kreativzirkel sowie Spaziergänge.

Wenn der Frühling kommt und die Temperaturen eine zweistellige Gradzahl erreichen, sollen viele Angebote nach draußen verlagert werden. Geplant ist etwa eine Besichtigung der Schwaaner Fischfabrik.

„Hier sind Tagesgäste dabei, die haben selbst jahrelang dort gearbeitet. Für sie ist es sicherlich interessant zu sehen, wie sich ihr Arbeitsplatz mit der Zeit verändert hat“, so Jacqueline Paepke.

Diakonie betreibt 50 Einrichtungen

Zur Diakonie Güstrow gehören rund 50 soziale Einrichtungen, darunter auch die Tagespflege in Schwaan.

In dieser Tagespflege in Schwaan werden pflegebedürftige Menschen betreut, die weiter zu Hause wohnen, aber tagsüber nicht allein sein möchten und Geselligkeit sowie Gesellschaft suchen.

Die Diakonie Güstrow hat sich seit ihrer Gründung 1990 zum Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Die Diakonie ist Mitglied eines Spitzenverbandes der freien Wohlfahrtspflege.

Von Mathias Otto

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