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Autohaus zieht um – jetzt Platz für Promenade an der Warnow

Dierkow Autohaus zieht um – jetzt Platz für Promenade an der Warnow

Ferdinand Schultz Nachf. feiert Eröffnung / Alte Gebäude werden abgerissen

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Die Geschäftsführer des Autohauses Ferdinand Schultz Nachf., Axel Erdmann und Arica Kopp, freuen sich über den Neubau.

Quelle: Foto: Thomas Niebuhr

Dierkow. Lieber heute als morgen soll die Lücke an der Uferpromenade an der Warnow von der Petribrücke in Richtung Gehlsdorf geschlossen werden, heißt es aus dem Rathaus.

Doch bisher stand auch die Werkstatt des Autohauses Ferdinand Schulz Nachf. (FSN) im Weg. Mit einer großen Feier wurde im Gewerbegebiet Osthafen gestern ein Neubau eröffnet.

„Wir befürworten die Uferpromenade“, erklärt Autohaus-Geschäftsführer Axel Erdmann. Das würde den gesamten Osthafen aufwerten, der durch immer mehr neue Ansiedlungen attraktiver werde. Noch in diesem oder im nächsten Jahr werde das alte Werkstattgebäude abgerissen, kündigt er an. Damit wäre der Weg frei, das Warnowufer für Radfahrer und Spaziergänger neu zu gestalten. Der Abschnitt zwischen Autohaus und der alten Dachpappenfabrik soll nach der Sanierung des dort kontaminierten Bodens im kommenden Jahr gemacht werden, hatte Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) in dieser Woche im Hauptausschuss erklärt. Probleme im Boden sieht Axel Erdmann auf seinem Areal nicht.

Gestern hatten er und seine Mit-Geschäftsführerin Arica Kopp erst einmal allen Grund zum Feiern. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit wurde mit mehr als 100 Gästen das neue Volkswagen-Autohaus eröffnet.

Knapp drei Millionen Euro investierte das Unternehmen in den 2600 Quadratmeter großen Neubau. Die Grundsteinlegung für das nach den hohen VW-Standards errichtete Gebäude erfolgte im April 2016.

Zuvor waren auf dem Areal im Gewerbegebiet Osthafen die einstige Verkaufshalle und das alte Autohaus abgerissen worden.

Die Gestaltung erfolgte nach den Vorgaben, die Volkswagen seinen Vertragshändlern macht. Das moderne Vertriebs- und Kundenservice-Gebäude für Fahrzeuge der Marke Volkswagen ist der erste Neubau eines VW-Autohauses in der Hansestadt Rostock seit 1993 – seit 26 Jahren ist das traditionsreiche Rostocker Unternehmen FSN Vertragspartner der Autobauer aus Wolfsburg.

Pläne, die alten Gebäude aus den 50er und 60er Jahren zu ersetzen, gab es schon seit einigen Jahren, berichtet Axel Erdmann. „Die Bedingungen für eine zeitgemäße Werkstatt waren dort nicht mehr erfüllt“, ergänzt Arica Kopp. Die Entwicklung der Fahrzeuge würde heute ganz andere Anforderungen an Service und Reparatur stellen. Außerdem müsse sich auch das Autohaus immer stärker auf das Thema Elektromobilität einstellen.

Und einen weiteren Vorteil bietet der Neubau. Bisher waren Verkauf und Reparatur getrennt. „Unsere Werkstattkunden haben nie einen Neuwagen zu Gesicht bekommen“, sagt Axel Erdmann. „Für unser Unternehmen bedeutet das neue Autohaus einen enormen Fortschritt. Vertrieb und Service sind erstmals unter einem Dach vereint.“

Auch für die Mitarbeiter gebe es jetzt deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen, und die Kunden können direkt in die Werkstatt schauen. „Da ist jetzt jeder gezwungen, alles sauber zu halten“, sagt Axel Erdmann.

Anfänge im Jahr 1868

Die Firmen-Anfänge reichen zurück bis 1868 als Ferdinand Schultz in der Wokrenter Straße eine Drahtwarenfabrik eröffnete. 1902 übernahmen Paul Erdmann und Paul Dahll und verlegten den Betrieb in die Breite Straße. Rolf Erdmann und Wilhelm Vogt bauten das Unternehmen am Osthafen neu auf, weil die alten Gebäude 1942 den Bomben zum Opfer fielen. Nach Enteignung und Umbenennung in VEB Metallwerkstätten Warnow begann Axel Erdmann 1990, die Firma zu reprivatisieren. Ab 1991 als Volkswagen-Vertragshändler, weitere Geschäftsfelder kamen dazu. Gegenwärtig sind im Autohaus 125 Mitarbeiter beschäftigt, in der ganzen Firmengruppe sind es mehr als 300.

Thomas Niebuhr

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