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B 105: Die Ruhe vor dem Stau

Schutow/Sievershagen B 105: Die Ruhe vor dem Stau

Die Bundesstraße wird auf zweieinhalb Kilometern saniert / Ost-West-Trasse nur zweispurig befahrbar

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Das Schild kündigt es an: Die B 105 wird während der Bauarbeiten auf zwei Spuren verengt.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann, Ove Arscholl, Archiv

Schutow/Sievershagen. Das befürchtete Verkehrschaos im morgendlichen Berufsverkehr ist den Autofahrern auf der B 105 zwischen Rostock und Sievershagen erspart geblieben.

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Die Bundesstraße wird auf zweieinhalb Kilometern saniert / Ost-West-Trasse nur zweispurig befahrbar

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Gestern jedenfalls. Die Straße war frei, der Verkehr konnte fließen. Die viel befahrene Straße wird zurzeit auf zweieinhalb Kilometern Länge komplett saniert. Am Wochenende staute sich der Verkehr bereits, am Montag haben Bauarbeiter zwei Spuren dichtgemacht.

Die Schilder entlang der Straße verraten: Auf der B 105 wird es eng, wenn eine Spur weniger befahrbar ist. Die Geschwindigkeit ist gedrosselt, Bauarbeiter haben auf den Schildern die gesperrten Spuren mit roten Kreuzen markiert. Sie bereiteten gestern Morgen alles vor, damit am Nachmittag die Spuren von vier auf zwei Spuren reduziert werden konnten. Davon sind die Autofahrer zum Wochenstart zunächst verschont geblieben. Dennoch: Sie haben reagiert und die Baustelle vorsichtshalber umfahren – dementsprechend wenig Verkehr am Schutower Kreuz am Montagmorgen. Immer wieder ist die sonst so stark frequentierte Trasse kurzzeitig leer. Kein Auto ist zu sehen – ein ungewöhnlicher Anblick.

Auch für die Arbeiter ist das gut. Sie können in Ruhe arbeiten. Mit einem Hublift fahren sie ein paar Meter nach oben und markieren noch die letzten Fahrspuren auf den Schildern, die gesperrt werden, mit roten Kreuzen und stellen Barken auf. Die Maßnahmen signalisieren: Autofahrer brauchen in diesen Wochen Geduld. Fräsen oder viele Bauarbeiter sind aber noch nicht zu sehen.

Am Wochenende wurde im Bereich des Schutower Kreuzes bereits gearbeitet. Die B 105 wurde zur Geduldsprobe. „Wenn dann noch ein Unfall dazukommt, wird es besonders schwierig“, sagt Dörte Lembke, Sprecherin der Polizei Rostock. So, wie am Sonnabend, als ein Motorradfahrer in Höhe des Gewerbegebiets in Schutow verunglückte und sich dabei schwer verletzte. Die Bundesstraße musste voll gesperrt werden. Die Folge: Noch mehr Stau – kein Vergleich zur übersichtlichen Lage im Berufsverkehr am Montag.

Das Schutower Kreuz ist ein Knotenpunkt für Pendler ins und aus dem Umland. Natürlich könne es da zu Verkehrsbehinderungen kommen, sagt Lembke. „Jetzt muss geguckt werden, wie sich das entwickelt.“

Sie appelliert an die Autofahrer: Ortskundige sollten das Schutower Kreuz weiträumig umfahren, und alle sollten vorsichtig fahren – auch unter Zeitdruck.

„Der Verkehr wird über die gesamte Bauzeit auf jeweils nur einer Straßenseite geführt“, erklärt Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes in Stralsund, den Grund für die wohl bald zäh fließende Blechlawine. Am Montagmorgen waren alle vier Spuren frei – aber nur übergangsweise. „Es wird in Abschnitten gefräst“, sagt Sendrowski, „und anschließend eine neue Deckschicht aufgebracht. Heute wird im Abschnitt von Messestraße bis Sie- vershagen gefräst.“ Die Vorbereitungen werden in diesen Morgenstunden von ein paar wenigen Bauarbeitern getroffen. Sendrowski kündigt zudem an, dass es am nächsten Wochenende eine Vollsperrung geben werde. Am Freitag werden von 17 Uhr an zwölf Stunden lang alle vier Spuren dichtgemacht, wenn erneut – wieder direkt am Kreuz, der Achse für den Verkehr in alle Himmelsrichtungen – gearbeitet wird. In der Woche werde es aber keine Vollsperrungen geben, betont der Amtsleiter. Noch bis Ende Oktober dauern die Bauarbeiten zwischen Schutower Kreuz und Sievershagen an.

Gestern Abend zeichnete sich dann bereits ein erster Stau ab. Nur langsam bewegte sich der Verkehr in der Südstadt, auch auf Höhe des Ostseeparks gab es Stop-and-go, ebenso an der Schutower Straße, Höhe An der Jägerbäk. Die A 20 blieb davon verschont. Der Verkehr rollte auf der Autobahn zum Feierabend.

Deckensanierung

2499 Meter lang ist die Baustelle zwischen dem Schutower Kreuz und Sievershagen. Die Straße wird vollständig saniert.

Die Instandsetzung einer Straße kann in verschiedenen Verfahren geschehen.

Ausbesserung: Eine schnelle, aber keine dauerhafte Reparatur kleinerer Schäden.

Komplettsanierung: Alle Schichten werden abgefräst. Anschließend werden neue Schichten aufgetragen und neu asphaltiert.

Oberflächenbehandlung: Nur die oberste Schicht wird saniert.

Philip Schülermann

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