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Backen, tanzen, malen: So gemütlich ist der Bürgertreff

GRAAL-MÜRITZ Backen, tanzen, malen: So gemütlich ist der Bürgertreff

Nach vier Wochen wächst die Zahl der Besucher an der Seebrücke

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Kerstin Mohr und Hausmeister Olaf Greyer bereiten sich auf den Besuch der ersten Gäste vor. Der Kuchen steht schon bereit. FOTO: MICHAEL SCHIßLER

Graal-Müritz. Gerade einmal vier Wochen ist der neue Bürgertreff in Graal-Müritz in Betrieb. Aber Kerstin Mohr und Fridtjof Behrens vom Arbeiter-Samariter-Bund Warnow-Trebeltal – er hat die Trägerschaft für den Bürgertreff übernommen – haben schon die ersten Erfolge zu verzeichnen.

„Ich würde diesen Bürgertreff auf jeden Fall besuchen. Das Angebot ist vielfältiger geworden. Die Eröffnung lief auch gut Jens-Peter Johannssen,

Kommunalpolitiker und Senior

Kerstin Mohr hat sich vor allem über die Resonanz in der vergangenen Woche gefreut. „Wir hatten am Donnerstag unseren Spielnachmittag, und da war richtig was los“, sagt die 60-Jährige, die aus Leipzig stammt, „und in Graal-Müritz etwas Gutes tun“ will. Deswegen hat sie gemeinsam mit Behrens die Betreuung des Bürgertreffs übernommen. Am Freitag war wiederum Betrieb im Bürgertreff. „Der Talenttauschring – das ist ein privater Zusammenschluss von Alleinstehenden in Graal-Müritz – haben bei uns ihren Tanz in den Fasching organisiert.“

„Nach und nach kommen nun all jene Gruppe in den Bürgertreff, die sich während der Zeit der Bauarbeiten ein neues Domizil gesucht haben“, sagt Fridtjof Behrens. Aber es könnten auch schnell mehr Aktive werden. „Wir haben einige Frauen, die eine Skatgruppe gründen wollen“, sagt Kerstin Mohr erfreut. Außerdem wird im Bürgertreff das Kartenspiel „Doppelkopf“ gut angenommen, fügt sie hinzu.

Nicht allein das Spielen kommt bei den Besuchern des Bürgertreffs an. „Unser Kurs ,Kreatives Malen’ mit Angelika Wittek hat auch viele Freunde gefunden, dieser Kreis trifft sich am Montag.“

Das gilt auch für die „entschleunigten Sportler“, sagt Fridtjof Behrens, das sind Senioren, die sich gern an der frischen Luft bewegen und gemeinsam Aktionen im Freien machen.

Noch mehr Interessenten wünscht sich Kerstin Mohr allerdings für das sogenannte Backvergnügen. „Da könnten wir noch ein paar Aktive mehr brauchen.“ Bei diesem Backvergnügen trifft man sich in der Küche des Bürgertreffs, tauscht Rezepte aus und backt Kuchen für die kommenden Veranstaltungen in der Einrichtung. Vermutlich wird der Bedarf in den kommenden Wochen erheblich ansteigen. Denn: „Hier wird an den vier Adventssonntagen ordentlich etwas los sein“, sagt Behrens. „Wir wollen dafür sorgen, dass in dieser Zeit niemand allein ist.“

Das ist genau im Sinne der Graal-Müritzer Gemeindeverwaltung und der Gemeindevertretung, die das Ziel verfolgt hatten, aus dem früheren Seniorentreff einen Bürgertreff zu machen, der Angebote für alle hat. „In dieser Hinsicht ist der Arbeiter-Samariter-Bund auf dem richtigen Weg“, sagt dann auch Petra Taraschewski, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Graal-Müritz. „Es ist dort an der Straße an der Seebrücke wieder Leben eingezogen und die Leute nehmen den Bürgertreff an.“ Rund 200000 Euro habe die Kommune in das Gebäude gesteckt und es nach den Vorstellungen des Arbeiter-Samariter-Bundes umgebaut. Die Bedingungen seien auf jeden Fall gut, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin.

Jens-Peter Johannsson ist selbst Senior und hatte als Mitglied des Sozialausschusses schon ein Wörtchen beim Umbau mitzureden. „Ich war bei der Eröffnung dabei, und ich muss sagen, dass da viele Besucher waren. Und bei dem Angebot würde ich auch gern in den Bürgertreff gehen“, sagt er.

Weitere Pläne mit Band und Tanz

Onkel Bräsig heißt der neue Bürgertreff in Graal-Müritz. Durch seine Lage in der Mitte der sonst langgestreckten Gemeinde wird er schnell zum festen Anlaufpunkt für die Graal-Müritzer werden.

Zumal Kerstin Mohr und Fridtjof Behrens weitere Pläne für den Bürgertreff hegen. Gesucht werden zum Beispiel noch Graal-Müritzer, die Gitarrenunterricht nehmen wollen. Dafür steht ein Musiklehrer bereit. „Mit dem Gitarrenspiel fangen wir an, aber es sollen dann andere Instrumente hinzukommen, sodass wir eventuell Konzerte geben können“, sagt Behrens. Das könnte so weit gehen, dass sich in Graal-Müritz eine Seniorenband etablieren könnte. Außerdem will der Arbeiter-Samariter-Bund im Bürgertreff eine Line-Dance-Gruppe aufbauen. Das alles hat einen Hintergrund: Die Gruppen aus dem Bürgertreff sollen sich dann nach und nach auch in der Gemeinde integrieren und so für eine Einheit sorgen.

Michael Schißler

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