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Bäume im Miniformat ziehen in die Kunsthalle

WILLERSHAGEN Bäume im Miniformat ziehen in die Kunsthalle

Der Willershäger Manfred Labitzke bereitet die Bonsaitage vor / 80 Pflanzen werden Mitte September ausgestellt

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An einer Bonsai-Lärche demonstrieren Rozier Steensma (l.) und Manfred Labitzke die Gestaltung des Miniaturbaumes, wobei die natürliche Wirkung des Kunstwerkes erhalten bleibt. Foto (2): Jürgen Falkenberg

Willershagen. Die 13. Rostocker Bonsaitage in der Kunsthalle am Schwanenteich werden vorbereitet. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft organisiert mit dem Arbeitskreis der Bonsaifreunde für den 17. und 18. September eine Ausstellung, die die der Vorjahre übertreffen wird. „Es ist die 1. Bonsai- Regionalausstellung Nordost“, sagt Manfred Labitzke, Arbeitskreisleiter der Bonsaifreunde MV.

 

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In Willershagen sind auch Gingkos im Kleinformat zu sehen.

Es werden auch Aussteller aus den nördlichen Bundesländern ihre Lieblinge zeigen. Aus Chemnitz, Leipzig und Berlin werden Bäumchen zu sehen sein. Aus Mecklenburg-Vorpommern haben 15 Gestalter aus Greifswald, Stavenhagen und anderen Orten gemeldet. Das Bonsaimuseum Düsseldorf kommt mit einer kleinen Schau.

„Ich freue mich, dass solche Experten wie Heike van Gunz, Herbert Obermayer aus Leipzig und Andrea Melloni aus Berlin dabei sein werden“, sagt Manfred Labitzke (63). Die Fachvorträge und Demonstrationen werden die Bonsaitage bereichern. Auf zwei Etagen werden in der Kunsthalle etwa 80 Planzen im Kleinformat präsentiert. Die Kunsthalle wird neu gestaltet. Etwa 30 japanische Farbholzschnitte aus Düsseldorf werden die Wände zieren. Gestaltungssteine runden das Bild. „Der Kunsthalle ist für das Bemühen zu danken“, sagt Labitzke.

Die gezeigten Bonsais wurden von ihren Züchtern oft jahrzehntelang mit Weitsicht, Geduld und Hartnäckigkeit zu natürlichen Kunstwerken geformt. Manfred Labitzke kann darüber erzählen. In seinem Willershäger Garten stehen etwa 120 Bonsais. Seine Lieblinge sind derzeit die Lärchen. Vom Gingko bis zum Wacholder, von der Fichte bis zur Buche reicht seine Palette. Die schönsten Exemplare aus seinem Bonsai-Garten wird er in der Kunsthalle zeigen.

In diesem Jahr wird auch Rozier Steensma (45) seine Bonsais ausstellen. Er kam erst 2012 „der Liebe wegen“ von Gansbaai bei Kapstadt nach Warnemünde. Nun wird er mit dem Gestalten kleiner einheimischer Bäume und Büsche neu beginnen. In Südafrika hat der Touristenführer seine 300 Bonsais in guten Händen zurückgelassen. Oliven, Akazien, Feigen, auch Natal Vikus waren darunter. „2001 bekam ich die Anregung auf einer Ausstellung“, sagt er. „Mein Meisterstück war ein kleiner Wald aus 39 chinesischen Bäumen. Der japanische Botschafter übergab mir das Meisterzertifikat. Seit 2007 bin ich Bonsai-Lehrer.“

Aufmerksam wird Rozier Steensma bei den Bonsai-Tagen die Tipps und Ratschläge der Experten aufnehmen, sind doch nordische Baumarten in einigem anders zu gestalten als die Bäume in südafrikanischen Gefilden. Mit Manfred Labitzke, dem langjährigen Experten in Sachen Bonsai, verbindet den Südafrikaner Rozier Steensma, er ist Garten- und Landschaftsgestalter, mittlerweile über den Austausch von Erfahrungen beim Gestalten der Bonsais eine echte Freundschaft.

Schau in der Kunsthalle

Die 13. Rostocker Bonsaitage , diesmal als 1. Bonsai-Regionalausstellung Nord-Ost, finden am 17. und 18. September täglich von 11 bis 18 Uhr in der Kunsthalle, Hamburger Straße, statt.

Etwa 80 Bonsais werden zu sehen sein. Bonsai (Japanisch) ist die flache Schale (bon), in die eine Pflanze (sai) gesetzt wird. Es ist die glückliche Verbindung von künstlerischem Ausdruck mit der natürlichen Wirkung. Ziel ist die idealisierte Wiedergabe der Natur.

Jürgen Falkenberg

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