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Baustart: Petriviertel wächst weiter

Baustart: Petriviertel wächst weiter

Mit einem symbolischen Spatenstich ist das neue Wohnprojekt der Baugenossenschaft Neptun gestartet / Weiter Streit um Bauhöhe

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Vorstandsmitglied Ina Liebing (v. l.), Vorsitzende Cornelia Haseloff, Oberbürgermeister Roland Methling, Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Peter Beese und Architekt René Schneiders.

Quelle: Ove Arscholl

Östliche Altstadt. Nach und nach schließen sich gefühlt auch die letzten Lücken im Petriviertel. Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Baugenossenschaft Neptun gestern ihr Neubauprojekt eingeläutet. Bis zum Frühjahr 2018 sollen 70 Wohnungen bezugsfertig sein.

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Mit einem symbolischen Spatenstich ist das neue Wohnprojekt der Baugenossenschaft Neptun gestartet / Weiter Streit um Bauhöhe

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„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt Vorstandsvorsitzende Cornelia Haseloff. „Täglich melden sich bei uns Leute auf der Suche nach Wohnraum. Der Bedarf ist groß.“ Derzeit vermietet die Genossenschaft rund 2600 Wohnungen im Rostocker Stadtgebiet. „Wir haben keinen Leerstand“, bestätigt Vorstandsmitglied Ina Liebing.

Zum offiziellen Baubeginn kam auch Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). „Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass sich dieses Gebiet zum Vorzeigeviertel der Stadt entwickelt?“, fragt er. „Hier hat die bald 800 Jahre alte Stadt ihren Ursprung genommen. Mit der Neugestaltung des Petritores wird der Komplex abgerundet.“

Der Oberbürgermeister betont, dass schwierige Zeiten hinter den Bau- und Wohnungsgenossenschaften im Petriviertel liegen. Alle hätten Kompromisse eingehen müssen. So habe es Streit, etwa bei der geplanten Bauhöhe, gegeben.

„Unsere Gebäude werden die Nachbarhäuser um 30 bis 50 Zentimeter überragen“, sagt Architekt René Schneiders von der Firma „A-Quadrat“ aus Hamburg. „Das ist mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar und wurde im Hauptausschuss genehmigt.“ Durch die zusätzlichen Zentimeter und die geringer kalkulierte Deckenhöhe – 2,20 statt 2,70 Meter – sei es daher möglich, eine Etage mehr als bei den Nachbargebäuden zu errichten. „Diese kleine Abweichung schafft also 20 bis 30 Wohnungen“, erklärt Schneiders. „Das hat auch einen Vorteil für die Mieter – je mehr hier wohnen, desto geringer ist der jeweilige Betriebskostenanteil.“ Im Gegenzug sei die BG Neptun Kompromisse eingegangen: Die geplanten Vertiefungen im Innenhof wurden verkleinert, um den „Altstadtkiekern“, die ab Frühjahr in direkter Nachbarschaft bauen, mehr Raum zu lassen.

„Es gab nie eine offizielle Einigung“, kritisiert hingegen Martin Paetzold von den „Altstadtkieker“. „Die Stadt hätte diesen Abweichungen vom Bebauungsplan nie zustimmen dürfen.“ Der Architekt hofft dennoch auf eine gute Nachbarschaft. „Wir müssen das so akzeptieren.“

Anders sieht das die WG Warnow. „Von der Stadt sind wir enttäuscht“, sagt Vorstand Hagen Hildebrandt. „Wir prüfen nach wie vor, ob wir Widerspruch einlegen.“ Die Bauhöhe sei ein Hindernis für die Anwohner – die zusätzliche Etage und die dadurch höhere Anzahl an neuen Mietern würde zudem Probleme, etwa Parkplatzmangel, nach sich ziehen.

In den nächsten Monaten stehen auf dem Grundstück nun die Erdarbeiten an. „Das ist das Aufwendigste“, erklärt Schneiders. „Durch die Nähe zum Wasser ist der Boden ab einer Tiefe von drei Metern weich.“ Daher seien spezielle Bodenarbeiten notwendig.

Trotz erschwerter Bedingungen hat sich die BG Neptun für den Bau im Petriviertel entschieden. „Hier lebt man zentral “, meint Haseloff. „Das Wasser ist erlebbar – es sind viele Paddler auf der Warnow.“

70 neue Wohnungen entstehen

20 Millionen Euro investiert die BG Neptun. Die Mieten sollen zwischen zehn und elf Euro pro Quadratmeter liegen. Zu dem Projekt gehören drei Baukörper mit vier, fünf und sechs Etagen und einer Gebäudehöhe zwischen 11,12 und 17,10 Metern. Zur Anlage gehört zudem eine Tiefgarage.

Die Vermarktung soll 2017 beginnen. Rund 100 Interessenten haben sich bereits vormerken lassen.

Katharina Ahlers

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