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Beifall für Wiro-Pläne: So schön wird das Werftdreieck

Stadtmitte Beifall für Wiro-Pläne: So schön wird das Werftdreieck

100 Rostocker bei Bürgerforum / Kritik am Umgang mit Heinkel-Mauer

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Bäume und eine Promenade sollen am wiedergeöffneten Kaymühlengraben entstehen. ENTWURF: ALBERT WIMMER ZT GMBH

Stadtmitte. Applaus und viel Lob, aber auch Kritik am Umgang mit der Heinkel-Mauer hat es gestern bei der Vorstellung der Pläne für das neue Wohnquartier am Werftdreieck gegeben. Das Rostocker Wohnungsunternehmen Wiro präsentierte vor rund 100 Besuchern im Arno-Esch-Hörsaal auf dem Ulmencampus alle Details zu dem Projekt: 750 Wohnungen sollen entstehen. Zwischen den Häusern sind Spielplätze, Wasserspiele und großzügige Parkanlagen geplant. „Wir wollen ein naturnahes und beruhigtes Wohnen“, sagt Architekt Michael Frischauf vom Wiener Planungsbüro Albert Wimmer.

OZ-Bild

100 Rostocker bei Bürgerforum / Kritik am Umgang mit Heinkel-Mauer

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Ein neuer, rund 2,5 Hektar großer Werftpark soll sich vom Platz des 17. Juni quer durch das gesamte Wohngebiet erstrecken – und allen Rostockern zur Verfügung stehen. Um die Häuser werden mehrere ruhige Innenhöfe angelegt. Umrahmt wird das Wohngebiet von Baumalleen als Staub- und Lärmschutz entlang der Lübecker Straße und der Werftstraße. Der Autoverkehr wird weitgehend aus dem Quartier herausgehalten. Zwei Garagen an den Rändern des Wohngebietes sollen 800 Stellplätze zur Verfügung stellen – und gleichzeitig als Lärmschutz dienen. Angebote für Car-Sharing und Leihfahrräder sind geplant. Alle Wohnungen sollen barrierefrei sein.

„Kompliment, das ist eine super Lösung für Rostock. Ich bin begeistert“, sagt Besucher Frank Martens-Jung aus der Kröpeliner- Tor-Vorstadt. Auch andere loben: Das Projekt sei zukunftsorientiert, familien- und seniorenfreundlich, und es verspreche eine hohe Wohnqualität, so der Tenor.

Doch es gibt auch Misstöne. Vor allem in Bezug auf den Umgang mit der Heinkel-Mauer. Die Wiro will die Wand abreißen lassen – und hat dafür zuletzt vom Land die Genehmigung bekommen (die OZ berichtete). „Mir gefällt nicht, wie hier mit einem Denkmal umgegangen wird“, sagt Dietrich Schumacher aus der KTV. Auch andere kritisieren das Vorgehen des kommunalen Unternehmens. Wiro-Chef Ralf Zimlich hält dagegen: Das Fundament der Heinkel-Mauer sei stark beschädigt, insgesamt seien nur noch 30 Prozent der Steine intakt, wie mehrere Gutachten belegten. „Das hat mit Denkmalschutz nichts mehr zu tun“, sagt Zimlich. Der Erhalt würde rund zwei Millionen Euro kosten. Und das müssten die künftigen Mieter am Werftdreieck bezahlen – das wolle die Wiro aber nicht. „Der Wohnraum soll bezahlbar sein“, betont Zimlich.

Architekt Frischauf macht den Vorschlag, die Heinkel-Mauer als Stelenwand zu erhalten. Das sei wesentlich preisgünstiger. Gleichzeitig könnte hier dann auch der Neptunwerft gedacht werden. Zimlich spricht von einer wunderbaren Idee. „Wir werden von der Heinkel-Mauer sichern, was zu sichern ist. Aber das wird nicht viel sein.“ Darüber hinaus sei die Wiro für weitere Vorschläge offen. Generell soll in dem Wohngebiet an verschieden Orten an die Historie erinnert werden.

Sorge bereitet Anwohnern, dass die 800 Stellplätze nicht ausreichen könnten. Die KTV sei schon jetzt völlig überlastet. Zimlich beruhigt: Die Wiro wolle die Garagen modulartig bauen, sodass sie bei Bedarf erweitert werden könnten. Er stellte aber auch klar: „Das Parkproblem in der KTV werden wir nicht am Werftdreieck lösen.“

Heidrun Schreiber aus dem Hansaviertel kann es kaum erwarten, dass die Bauarbeiten beginnen. „Mein Mann und ich brauchen eine moderne, seniorengerechte Wohnung“, sagt die 75-Jährige. Doch wann ist es soweit? Die Wiro würde am liebsten morgen schon loslegen, sagt Ralf Zimlich dazu. Doch der erste Spatenstich für den Hochbau könne frühestens im Jahr 2019 erfolgen.

Andre Wornowski

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