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Bentwisch sieht doppelt – Zwillinge erregen Aufsehen

Bentwisch Bentwisch sieht doppelt – Zwillinge erregen Aufsehen

Duos aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich am Wochenende

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Die Zwillinge (v.r.) Christian Meyer (66), Waltraud Ruch (65), Rosemarie Denzien (65), Joachim Meyer (66) freuen sich auf das Treffen.

Quelle: Foto: Doris Deutsch

Bentwisch. Im Doppelpack ziehen sie alle Blicke auf sich: Pinkfarbenes Shirt, blaue Jacke und Hose, farblich passende Schuhe, selbst Handtasche, Brille und Frisur sind gleich. Waltraud Ruch und Rosemarie Denzien, Traudi und Rosi, sind eineiige Zwillinge, inzwischen 65 Jahre alt und noch immer zum Verwechseln ähnlich. Das zelebrieren die Schwestern gelegentlich auch gern, wenn sie bei Familienfeiern und anderen Gelegenheiten im gleichen Outfit erscheinen.

Zum Zwillingstreffen vom 6. bis 8. Oktober in Bentwisch, das die Frauen seit 2007 alle zwei Jahre organisieren, haben sie sich extra neue Kleider gekauft. „Da kommen natürlich alle Duos im gleichen Look“, sagt Traudi, die inzwischen das Rentnerdasein genießt und Zeit für ihre vier Enkel hat.

50 Zwillingspärchen zwischen 19 und 84 Jahren haben sich bisher zum Treff in der „Hasenheide“ in Bentwisch angemeldet. „Sie kommen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz“, erzählt Rosi.

Einige seien Stammgäste, andere ganz neu in der Runde der Doppelgänger. „Aber wir freuen uns auch über weitere Zwillinge, alle sind zum Treffen herzlich willkommen“, werben die Organisatoren.

Von Anfang an dabei sind Christian und Joachim Meyer. Die Ähnlichkeit der beiden ist verblüffend, auch wenn die gebürtigen Stralsunder sich zumeist jedenfalls unterschiedlich kleiden. „Aber zum Treffen kommen wir natürlich in abgestimmten Pullovern“, verraten die 66-Jährigen. Joachim ist in Stralsund geblieben, arbeitet dort als Berater im Mediamarkt, Christian ist Hotelier in Rostock.

„Wenn man uns allein sieht, sind wir offensichtlich schwer einzuordnen“, berichtet Christian. Laufe er durch Stralsund, werde er häufig für seinen Bruder gehalten. „Und wehe man grüßt jemanden nicht, da wird man schnell als überheblich abgestempelt“, erzählt er schmunzelnd. Nach der gemeinsamen Betonbauer-Lehre haben sich die beruflichen Wege der Meyer-Zwillinge getrennt, die enge private Verbundenheit ist jedoch bis heute geblieben.

„Wir treffen uns mit den Familien, telefonieren oder schreiben über Whatsapp“, erzählt Joachim, der Zweitgeborene. „Und sie haben dieselben Macken“, ergänzt Lebensgefährtin Angelika. „Beide haben Wechselschuhe im Kofferraum – mit Schuhspannern“, sagt sie lachend.

„Vererbt“ haben die Zwillinge das Doppelglück nicht. Christian hat vier Kinder, Joachim eine Tochter, Rosi und Traudi jeweils zwei Söhne. „Ja und die Enkel gibt es alle nur einzeln“, erzählen die Omas, die allerdings noch große Hoffnungen in die Enkeltöchter setzen.

An Zwillingsnachwuchs mangelt es indes in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Unter den 3256 Babys, die 2016 im Kreißsaal der Frauenklinik am Rostocker Südstadtklinikum das Licht der Welt erblickten, waren 85 Zwillingspärchen und vier Dreierpacks. Im Jahr zuvor wurden 79 mal Zwillinge und drei mal Drillinge geboren. Und auch in diesem Jahr hält das Mehrfach-Glück in der größten Geburtsklinik Mecklenburg-Vorpommerns an. Ob Edda und Alma, Luis und Linus oder Lina und Ben – Zwillingsgeburten gibt’s fast jede Woche und an manchen Tagen gleich doppelt.

Die Senioren-Zwillinge hoffen, dass dieser Nachwuchs eines Tages die Tradition der Treffen fortführt. „Es ist immer wie ein großes Familienfest, bei dem alle doppelt sehen und viel Spaß miteinander haben“, sagt Rosi Denzien. Diesmal verbringen die Zwillinge vergnügliche Stunden im Hotel Hasenheide in Bentwisch und in der Küstenmühle. Am Sonnabend, dem 7. Oktober, steht ein Ausflug in die Hansestadt Stralsund an.

Anmelden: info@zwillinge-rostock.de

Der Trend zur Mehrlingsgeburt steigt

Jedes 29. Baby ist mittlerweile ein Mehrlingskind – das sind doppelt so viele wie noch vor 25 Jahren.

Gründe dafür sehen Mediziner einerseits in der wachsenden Anzahl künstlicher Befruchtungen, außerdem sind Frauen körperlich fitter als noch vor Jahren. Laut Statistiken kommen auf 85 Geburten einmal Zwillinge. Drillinge treten bei jeder 7200. Geburt und Vierlinge bei jeder 614000. Geburt auf. Eineiige haben dasselbe Erbgut, sind gleichgeschlechtlich, sehen sich sehr ähnlich.

Zweieiige

sind wie normale Geschwister.

Doris Deutsch

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