Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Julia Porath: Zwischen Angela Merkel, Radio und Playboy

Influencer aus MV Julia Porath: Zwischen Angela Merkel, Radio und Playboy

Die 31-jährige Julia Porath tut, wovon viele träumen: Sie hat ihre eigene Radioshow und auf Instagram folgen ihr rund 20 000 Menschen. Mit der OZ spricht sie über ihr Treffen mit Angela Merkel und Hasskommentare.

Voriger Artikel
Uni baut Forschungsdüne am Strand
Nächster Artikel
Abschied vom geliebten Tier: Alternativen zur Entsorgung

Julia Porath (31) ist Moderatorin bei Antenne MV und Influencerin in sozialen Netzwerken.

Quelle: Knaack, Lina

Rostock. Für die einen ist es der Traumjob. Manche sehen darin den Verfall unserer Gesellschaft. Für wieder andere klingt es schlichtweg nach einer Virusgrippe. Mit den sogenannten Influencern hat sich ein neuer Berufszweig in den Medien etabliert. Der Begriff stammt aus dem Englischen (to influence: beeinflussen) und meint Menschen, die großen Einfluss haben, weil ihnen viele Leute in den sozialen Medien folgen. Oft machen sie Marketing und bewerben auf ihren Kanälen Produkte. Die OSTSEE–ZEITUNG stellt ab heute drei Influencer aus MV vor. Heute: Julia Porath (31), aufgewachsen in Zingst, lebt in Rostock.

DCX-Bild

Die 31-jährige Julia Porath tut, wovon viele träumen: Sie hat ihre eigene Radioshow und auf Instagram folgen ihr rund 20 000 Menschen. Mit der OZ spricht sie über ihr Treffen mit Angela Merkel und Hasskommentare.

Zur Bildergalerie

Radiomoderatorin, Influencerin, Jetsetterin und Bloggerin: Julia Porath (31) ist viel unterwegs. Bekannt ist sie vor allem durch die Julia Porath Show, die einmal in der Woche bei Antenne MV zu hören ist. Immer mit dabei sind ihre knapp 130 000 Fans auf Facebook und ihre rund 20 000 Follower auf Instagram, denen sie täglich Alltagseinblicke und ihre farbenfrohen Outfits präsentiert. Vor einigen Jahren ließ sie sich unter dem Titel „Die schönsten Radiomoderatorinnen Deutschlands“ für den Playboy ablichten.

Doch hinter dem, was immer bunt und fröhlich aussieht, steckt auch eine Menge Arbeit. Dabei ist es schwer zu sagen, wie ein normaler Tag bei Julia abläuft, denn die Aufgaben wechseln ständig. Sehr wichtig ist die Planung für die Radioshow am Samstag, die Vorbereitung braucht: Welche Themen sind interessant? Wen kann man dazu interviewen? Im Hinterkopf ist schon die Frage: Welcher Look wird diese Woche präsentiert? Und wenn mal wieder das Küstenwetter für ein Sommerkleid nicht mitspielt, heißt es: Zähne zusammenbeißen und die aktuellsten Trends der Saison lächelnd präsentieren. Danach wird noch fix das Mittagessen fotografiert oder ein kleines Video für die „Story“ auf Instagram gefilmt. „Das mag auf andere seltsam wirken, aber das ist mein Job und im besten Fall kann man damit mittlerweile Geld verdienen.“ Nebenbei abzuschalten fällt ihr schwer - das Handy ist im Grunde nie aus.

OZ: Im vergangenen Jahr bist Du vom Radiosender BigFM in Stuttgart zurück in deine Heimat nach MV gekehrt. Warum?"

Julia Porath: Es war ein krasser Cut, wieder hierher zurückzukommen. In den Ballungsräumen ist es ein ganz anderes Leben. Als ich damals nach Stuttgart und Mannheim gegangen bin, war es ein Kulturschock und hier ist es wieder ruhiger. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Welt noch etwas verträumter, aber gerade eine Stadt wie Rostock entwickelt sich sehr stark und ist modern.

In letzter Zeit ist auf Instagram der Trend entstanden, sich transparenter und authentischer zu präsentieren - und Bilder zum Beispiel ohne Photoshop-Korrekturen zu posten. Was hältst Du davon?

Finde ich gut. Machen wir uns nichts vor: Instagram ist eine Scheinwelt, weil sich jeder gerne schön sehen will und andere das auch sehen wollen. Es gibt aber Mädels, die nicht diese perfekte Figur haben und das gerne zeigen. Sie machen den Mädels Mut, die denken „Oh Gott, die sind ja alle so perfekt und was ist mit mir?“. Das finde ich wichtig. Ich bin auch so ein Typ, der Licht oder Kontrast bearbeitet, aber ich würde meine Fotos nicht weiter mit Photoshop verändern, weil das dann nicht mehr ich bin. Natürlich guckt man, aus welchem Winkel man sich fotografieren lässt. Da wirkt vielleicht noch der Oberarm etwas schmaler, aber so achtet eben jeder auf sich. Man ist eitel.

Wie gehst Du mit negativen Reaktionen um?

Bei Mode ist es mir egal. Der eine sagt, die Bluse ist toll, der andere sagt, das geht gar nicht. Aber bei Politik kann das schnell ausarten. Ich habe ein Foto mit Angela Merkel gemacht und die Reaktionen waren sehr gemischt. Es ist mir aber auch schon vor dem Posten klar, dass das nach hinten losgehen kann, aber ich mach es trotzdem, weil ich es persönlich cool finde. Ich bin auch stolz auf Angela Merkel, und das schreibe ich auch dazu. Wenn dann Kommentare komplett unter die Gürtellinie gehen, lösche ich sie. Das mache ich sonst eigentlich nicht, aber wenn es Hasskommentare sind, haben die nichts auf meiner Seite zu suchen.

Was sind Deine Pläne für die nächsten Jahre?

Das ist eine gute Frage. Ich bin nicht so der Planer. Generell fühle ich mich so ganz wohl. Ich kann mir vorstellen, irgendwann wieder präsenter im Radio zu sein und es ansonsten erstmal weiter laufen zu lassen mit meinem eigenen Blog, meiner Mode, Instagram und Facebook.

Lina Knaack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
WPA2-Sicherheitslücken
Der belgische Sicherheitsforscher Mathy Vanhoef demonstriert in einem YouTube-Video die Sicherheitslücke KRACK im WLAN-Verschlüsselungsprotokoll WPA2.

Nach der Entdeckung einer gravierenden Schwachstelle in der WLAN-Verschlüsselung WPA2 empfehlen Experten einen flächendeckenden Umstieg auf verschlüsselte Verbindungen.

mehr
Mehr aus Bildergalerien Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Institut für Medienforschung feiert fünfjähriges Jubiläum

Leiterin Elizabeth Prommer blickt mit Gästen zurück / Festakt in der Aula