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Biotonne im Landkreis kommt — aber noch sind viele Fragen offen

BAD DOBERAN Biotonne im Landkreis kommt — aber noch sind viele Fragen offen

Eigentlich sollte das Schreiben, das Tausende Haushalte in der Region kürzlich mit ihrer Müllabfuhr-Rechnung im Briefkasten hatten, Fragen beantworten.

Bad Doberan. Eigentlich sollte das Schreiben, das Tausende Haushalte in der Region kürzlich mit ihrer Müllabfuhr-Rechnung im Briefkasten hatten, Fragen beantworten. Bewirkt hat es das Gegenteil: Neun Monate vor dem Inkrafttreten der neuen Abfall-Satzung am 1. Januar 2016 bleibt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landratsamtes den Kunden viele Antworten schuldig.

Zum Beispiel, was sie künftig für die Müllabfuhr zahlen müssen. Das ist aber längst nicht der einzige Punkt, der für Ärger sorgt.

Der wohl umstrittenste Passus der neuen Satzung: Auch im alten Landkreis Bad Doberan führt der Eigenbetrieb zum 1. Januar eine Biotonne ein. Verpflichtend. Für alle Haushalte. So ist es in Güstrow seit Jahren geregelt. Den Bürgern im Norden weiterhin die Wahl zu lassen, ob sie eine zusätzliche braune Tonne wollen oder nicht, sei einfach nicht möglich, heißt es aus dem Landratsamt. „Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz sind Bioabfälle getrennt zu sammeln und zu entsorgen. Das schreibt der Bund vor“, sagt Kay-Uwe Neumann, Sprecher der Kreisverwaltung. Doch: Das Gesetz räume Ausnahmen vom Biotonnen-Zwang ein. Und von der wollen viele Hausbesitzer Gebrauch machen.

„Jeder, der Bioabfälle, auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen, kompostiert und den Kompost auch ordnungsgemäß verwertet, wird von der Anschlusspflicht befreit“, erklärt Neumann. Das sei mit einem formlosen Antrag beim Eigenbetrieb möglich. Ein Formular werde dafür nicht extra erstellt. Geht der Antrag allerdings nicht bis zum Jahresende beim Landkreis ein, kommt die Tonne erst mal „frei Haus“. Rund 3000 Tonnen Biomüll fallen bisher im Altkreis Güstrow pro Jahr an. Diese Menge werde sich verdoppeln, wenn auch die Doberaner die braune Tonne bekommen, schätzt der Eigenbetrieb. Für eine 80-Liter-Tonne, die alle vier Wochen abgeholt wird, zahlen die Güstrower Kunden bislang 40 Euro im Jahr. Wie viel es künftig sein werden, ist unklar. Es gibt noch keine neue Gebührensatzung — weil der Landkreis juristischen Ärger mit dem Thema Müll hat. Denn Abfuhr und Entsorgung mussten ausgeschrieben werden.

 



Andreas Meyer

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