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Blaues Kreuz hilft aus der Sucht

Stadtmitte Blaues Kreuz hilft aus der Sucht

Rostocker Gruppe trifft sich jede Woche

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Die Teilnehmer treffen sich jede Woche. FOTO: JÜRGEN FALKENBERG

Stadtmitte. . Seit Beginn des Jahres hat die Begegnungsgruppe Rostock des Blauen Kreuzes ihr Domizil unter dem Dach der Evangelischen Suchtberatung im Dalwitzhöfer Weg. Das Blaue Kreuz in der evangelischen Kirche, deutschlandweit mit etwa 1100 Gruppen, will Helfer sein, von Sucht betroffenen und mitbetroffenen Menschen auf dem Weg in ein gesundes und suchtfreies Zusammenleben zu begleiten.

Peter Biermann (63), einst Dreher, nun Rentner, leitet seit 2014 ehrenamtlich die Gruppe. „Zehn bis 15 Teilnehmer kommen wöchentlich zusammen. Es gibt feste Themen, der freie Gedankenaustausch, auch über die persönlichen Sorgen, hat großen Platz“, sagt er. Es ist ein christlich geprägter Kreis, sodass die Runde mit Lied und kurzer Andacht beginnt. „70 Prozent unserer Teilnehmer sind von Sucht Betroffene, denen wir mit Zuwendung und Ermunterung helfen“, sagt Biermann. Siegmar Groß (60) aus Hohen Sprenz sagt: „Ich fühle mich in der Gruppe zu Hause. Ich bringe mich ein, weil es mir auch hilft. Gerettet werden bringt Rettersinn.“

Nur hin und wieder ist Hannelore Schwark (78) altersbedingt in der Runde dabei. Jahrzehntelang hat sie in der Gemeindearbeit in Kröpelin und seit 1989 in Rostock ehrenamtlich mitgeholfen, Alkoholsüchtige auf dem Weg in ein suchtfreies Leben zu begleiten. Sie kennt auch die Probleme, mit denen die 250 Selbsthilfegruppen in MV, wie die Rostocker Begegnungsgruppe, zu tun haben. Junge Suchtkranke, wobei nicht nur der Alkohol Süchte erzeugt, werden kaum erreicht. „Die Unterstützung durch kirchliche Träger und medizinische Fachkräfte ist zurückgegangen“, stellt Peter Biermann fest.

Dazu kommen auch finanzielle Engpässe, denn die Spendenbereitschaft hat nachgelassen. „Wir werden unser Tun in der Begegnungsgruppe weiterführen, denn Hilfe in der Not zu geben, ist uns Gebot“, sagt Peter Biermann.

Jürgen Falkenberg

OZ

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