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Bombenalarm in Rostock bremst Zugverkehr in ganz MV aus

Rostock Bombenalarm in Rostock bremst Zugverkehr in ganz MV aus

Herrenlose Koffer auf Bahnsteig entdeckt / Polizei sperrt größten Bahnhof des Landes / Hunderte Reisende sitzen in der Hansestadt fest / Fernzüge umgeleitet

Rostock. Der Rostocker Hauptbahnhof ist gestern Abend wegen eines Bombenalarms für mehr als vier Stunden komplett abgeriegelt worden. Auf einem Bahnsteig waren zwei herrenlose Koffer entdeckt worden. Die Sperrung hatte Auswirkungen auf den Zugverkehr im gesamten Land und auch auf den Fernverkehr der Deutschen Bahn AG. Auch vier Linien der Straßenbahn musste umgeleitet werden.

 

Kurz nach 17 Uhr waren die beiden Gepäckstücke — ein grüner Rollkoffer und eine rote Tasche — direkt an Gleis 7 entdeckt worden. Die Bundespolizei ließ zunächst nur das betroffene Gleis sperren.

„Um 17.47 Uhr wurde die Sperrung auf den gesamten Bahnhof ausgeweitet.“ Beamte riegelten die Eingänge ab und forderten den Munitionsbergungsdienst des Landes an. Auf dem größten Bahnhof des Landes spielten sich danach geradezu gespenstische Szenen ab: Selbst Mitarbeiter der Bahn und der Geschäfte im Hauptbahnhof mussten das Gebäude verlassen. Auch Züge durften Rostock nicht mehr anfahren.

Vor dem Bahnhofsgebäude warteten Hunderte Reisende . Viele nahmen sich ein Taxi, eine Schulklasse vertrieb sich die Wartezeit mit Tänzen auf dem Vorplatz. Der Einsatz dauerte bis in den späten Abend an. Der erste Koffer wurde geröntgt und stellte sich als harmlos heraus. Beim zweiten Koffer war die Diagnose unklar — darum sei er gesprengt worden. Erst um 21.35 Uhr gaben die Experten Entwarnung und hoben die Sperrung auf. Die Bundespolizei verteidigte die Maßnahmen: „Die Besitzer der Koffer konnten nicht ausfindig gemacht werden. Und da es uns nicht möglich war, in das Innere der Gepäckstücke zu schauen, mussten wir jegliche Gefährdung ausschließen“, sagt Claudia Scheit, Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Rostock. Das strikte Vorgehen sei angesichts der „allgemeinen Sicherheitslage in Deutschland“ notwendig.

Betroffen von der Sperrung war unter anderem die Fernverbindung zwischen Stuttgart und Greifswald: „Die Züge mussten umgeleitet werden. Dadurch kam es zu Verspätungen“, sagt eine Bahn-Sprecherin. Dramatischer jedoch waren die Auswirkungen im Nahverkehr: Die S-Bahn zwischen der Hansestadt und Güstrow musste in Pölchow wenden, die Regionalbahn Wismar — Tessin endete in Groß

Schwaß und der Regionalexpress zwischen Binz und Rostock machte in Rövershagen halt.„Wir versuchen, alle Fahrgäste mit Ersatzbussen an ihr Ziel zu bringen“, so die Bahn-Sprecherin.

Von Andreas Meyer

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Rostock
Zwei herrenlose Koffer haben am Mittwochabend eine mehrstündige Sperrung des Hauptbahnhofes in Rostock ausgelöst.

Zwei herrenlose Koffer haben am Mittwochabend eine mehrstündige Sperrung des Hauptbahnhofes in Rostock ausgelöst. Es kam zu Verspätungen im Nah-, Regional- und Fernverkehr. Um 21.30 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben.

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