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Bombenfunde: Schulleiter stoppt Unterricht

Gartenstadt Bombenfunde: Schulleiter stoppt Unterricht

180 evakuierte Schüler, zwei Einsätze des Munitionsbergungsdienstes und vier geborgene Sprenggranaten: Das ist die abenteuerliche Bilanz des gestrigen Tages für die CJD Christophorusschule.

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Insgesamt vier deutsche Sprenggranaten wurden gestern vom Munitionsbergungsdienst auf dem Schulgelände gesichert. Fotos (2): Stefan Tretropp

Gartenstadt. 180 evakuierte Schüler, zwei Einsätze des Munitionsbergungsdienstes und vier geborgene Sprenggranaten: Das ist die abenteuerliche Bilanz des gestrigen Tages für die CJD Christophorusschule. Bei Bauarbeiten für das neue Grundschulgebäude stießen die Arbeiter gegen 8 Uhr zunächst auf einen und am Nachmittag auf drei weitere verdächtige Metallkörper. Bis die Situation nicht zweifelsfrei geklärt sei, könne kein Unterricht stattfinden, teilte Schulleiter Steffen Kästner gestern Abend mit.

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180 evakuierte Schüler, zwei Einsätze des Munitionsbergungsdienstes und vier geborgene Sprenggranaten: Das ist die abenteuerliche Bilanz des gestrigen Tages für die CJD Christophorusschule.

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Seit Jahrzehnten liegt das Gelände zwischen Asternweg und Christophorusschule brach. Ebenso lange haben sich offenbar mehrere Sprengkörper auf der Brache, nur zehn Meter neben der Grundschule des CJD, versteckt. Die Bauarbeiten für ein neues Gebäude, das auf dem Grundstück geplant ist, förderten die Granaten gestern zu Tage. Gegen 8 Uhr, also kurz nach Schulbeginn, entdeckten die Bauarbeiter nach Polizeiangaben die erste Granate.

„Das war für uns natürlich sehr überraschend, vor allem für die 180 Grundschüler, die wir evakuieren mussten“, berichtet Kästner. Die Polizei sei jedoch sehr professionell und verständnisvoll mit der Situation umgegangen und habe die Grundschüler im Gymnasium untergebracht, bis der Sprengkörper gegen 10.30 Uhr geborgen werden konnte. Erst dann konnte der Unterricht weiter gehen.

Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes stellten fest, dass die Granate zwar kein Blindgänger, aber transportfähig war. Laut Polizei handelte es sich um eine 15 Zentimeter lange deutsche Sprenggranate. Während des Einsatzes sperrte die Polizei neben dem betroffenen Gelände auch den Asternweg für den Durchgangsverkehr.

Nur vier Stunden nachdem die Polizei Entwarnung gegeben hatte, entdeckten die Bauarbeiter bei ihren Ausgrabungsarbeiten erneut verdächtige Metallgegenstände im Baugrund — drei weitere Sprenggranaten, wie der alarmierte Munitionsbergungsdienst herausfand. Absperr- und Evakuierungsmaßnahmen seien diesmal aber nicht nötig gewesen, teilt die Polizei mit. Die Granaten wurden geborgen und abtransportiert.

Schulleiter Steffen Kästner wünscht sich nach diesem aufregenden Tag eine schnelle Klärung, ob sich noch mehr Granaten auf dem Gelände verbergen. „Solange das nicht zweifelsfrei feststeht, können wir keinen Unterricht machen“, sagte er gestern Abend.

Zwei Bergungen in 2015

8640 Sprengbomben und 960 Tonnen Brandbomben soll die alliierte Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs alleine über Rostock abgeworfen haben.

2015 wurden im Juli gleich zwei Bomben in Rostock entdeckt und geborgen. Zunächst wurden rund 180 Bewohner rund um die Baustelle im Petriviertel evakuiert, um eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu bergen. Am 19. Juli wurde dann in der Rostocker Altstadt ebenfalls eine Brandbombe nach vorsorglicher Evakuierung entschärft.

Von Nele Reiber und Stefan Tretropp

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