Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Bräutigam geht im Waschzuber baden

Warnemünde Bräutigam geht im Waschzuber baden

Hunderte Zuschauer verfolgen Spaß-Regatta auf dem Alten Strom / Veranstalter hoffen auf mehr Teams 2017

Voriger Artikel
75-Jähriger stürzt in Gartenteich und ertrinkt
Nächster Artikel
Polizei ermittelt nach zwei Bränden im Nordwesten

Bald-Ehemann Bruno Seifert (rechts) durfte mit der „Brotanic“ beim Rennen auf dem Alten Strom antreten.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Warnemünde. Dass seine Freunde ihn zum Junggesellenabschied abholen würden – ja, das wusste Bruno Seifert. Dass er den Tag aber bei Schmuddelwetter auf dem Alten Strom verbringen würde, hatte ihm zuvor niemand verraten. Für die letzte große Sause vor der Hochzeit hatten sich die Freunde des angehenden Bräutigams aus Bad Doberan nämlich etwas ganz Besonderes überlegt: Seifert durfte mit seinen Kumpels beim großen Waschzuberrennen auf der Warnemünder Woche antreten. Eine nass-kalte, vor allem aber richtig witzige Überraschung.

OZ-Bild

Hunderte Zuschauer verfolgen Spaß-Regatta auf dem Alten Strom / Veranstalter hoffen auf mehr Teams 2017

Zur Bildergalerie

Denn beim Waschzuberrennen geht es auch darum, mit den schwimmenden Gefährten der Marke Eigenbau möglichst schnell über den Strom zu paddeln, zu rudern oder zu schwimmen – aber vor allem steht der Spaß im Vordergrund. Nicht nur beim Rennen , sondern auch beim Bau der Boote in den Wochen zuvor: „Wir haben unseren Waschzuber mit den Kindern und Jugendlichen zusammengebaut“, verriet zum Beispiel Detlef „Howy“ Hübner vom Jugendclub „Pablo Neruda“ in Evershagen. Das gemeinsame Arbeiten habe sogar noch einen pädagogischen Mehrwert für die Jüngsten gehabt. 2015 war der Jugendclub als Wikinger an den Start gegangen. In diesem Jahr stand die chinesische Kultur Pate für den Waschzuber. Der natürlich nicht ganz ernst gemeinte Name des eigenwilligen Gefährts: „Die gelbe Gefahr“. Auch ein Piraten-Schiff aus Berlin und ein Boot komplett aus alten Plastikflaschen waren mit dabei.

Insgesamt acht Mannschaften waren bei der Spaß-Regatta an den Start gegangen. „Leider hatten wir zwei kurzfristige Absagen“, verriet Manfred Schliephake, „Kulturattaché“ beim Rostocker Faschingsclub „Die Macher“, dem Ausrichter des Rennens. Früher traten bis zu 20 Teams an. „Aber mittlerweile gibt es im Land leider viele Kopien unserer Veranstaltung.“ Mit inzwischen 29 Rennen ist und bleibt das Warnemünder Waschzuberrennen aber das Original. Was die Ausrichter aber besonders freute: In diesem Jahr nahm erstmals seit Jahren wieder ein Team der Bau-Hochschule Leipzig teil. Schliephake: „Wir sind extra zu deren Faschingsfest gefahren, um die Leipziger zu überzeugen.“ Dass das Rennen attraktiv ist, beweisen die Zuschauer: Schon eine Stunde vor den ersten Wettkämpfen waren die Plätze mit der besten Sicht am Strom belegt. „Wir starten das Rennen bei jedem Wetter – und auch die Fans kommen“, so Schliephake.

Für Bald-Bräutigam Bruno Seifert endeten die Wettkämpfe sogar mit einem Erfolg – dem dritten Platz. Das in nur drei Tagen von den Kumpels zusammengebaute Floß mit dem Namen „Brotanic“

hielt auch bei stürmischem Wetter. Ein gutes Omen für die Ehe? Den ersten Platz belegte in diesem Jahr die Mannschaft „König Eumel“ – von der Leipziger Hochschule.

Andreas Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Wahlhelfer zählen – Parteien feiern

1400 Rostocker ehrenamtlich in Wahllokalen aktiv / Bei Partys gibt es Bier, Wein, Grillwurst, vegetarischen Brotaufstrich