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Branchengrößen machen sich für Zukunft der Pflege stark

Schmarl Branchengrößen machen sich für Zukunft der Pflege stark

Am 13. September startet die dreitägige Pflegemesse / Veranstalter erwarten 3500 Besucher / Parallel beraten Ministerium und Verbände über Gesetze und Fachkräfte

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An den Messeständen zeigen Mitarbeiter unter anderem technische Entwicklungen im Bereich der Pflege.

Quelle: Fotos: Hansemesse Rostock, Philip Schülermann (3)

Schmarl. Pflege – ein Thema, das Diskussionsstoff birgt. Zur diesjährigen Pflegemesse vom 13. bis 15. September hatte der Veranstalter zur Pressekonferenz geladen, um über Angebote und Highlights auf der Messe zu berichten. Das allerdings geriet zeitweilig in den Hintergrund, als es um Pflegepolitik, -Gesetze und Löhne ging – ein Vorgeschmack auf den dazugehörigen Kongress.

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Am 13. September startet die dreitägige Pflegemesse / Veranstalter erwarten 3500 Besucher / Parallel beraten Ministerium und Verbände über Gesetze und Fachkräfte

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Stationäre Pflege in Rostocker Heimen

2414 Pflegeheimplätze in 25 vollstationären Pflegeheimen gab es laut statistischem Jahrbuch 2014. 15 Jahre zuvor waren es noch 1000 Plätze weniger.

2251 Rostocker waren laut Statistik pflegebedürftig – angesichts des demografischen Wandels Tendenz steigend. 1687 Mitarbeiter kümmerten sich um sie.

Die Pflege ist eine Messe, die vor allem Menschen, die unmittelbar mit dem Thema Pflege zu tun haben, und Fachpublikum anzieht. Alle zwei Jahre findet sie statt. „Das ist eine sehr wichtige Messe aus unserer Sicht“, sagt Andreas Markgraf, Leiter der Hansemesse. Parallel zu ihr treffen sich Politik, Verbände und Fachpersonal zum Landespflegekongress, um über die Zukunft in der Pflegebranche zu beraten. Denn die könnte laut René Portwich, Gesellschafter bei der Akademie für Gesundheit und Wirtschaft, schon bald in der Krise stecken. Er kritisiert den Fachkräftemangel in der Branche und sagt: „Die Leute sind heute nicht mehr so bekloppt“, einen Beruf in der Pflege zu übernehmen. Portwich befürchtet einen Engpass – in zehn Jahren. Auf dieses Problem wolle er auf Messe und Kongress aufmerksam machen. „Es gibt auf der Messe einen Job- und Karrieremarkt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, sagt Projektleiterin Yvonne Spörcke. Das Thema Personal ist neben Ernährung, Hygiene, Forschungseinrichtungen eines von vielen inhaltlichen Richtungen auf der Pflegemesse.

Eine weitere: Neue Technologien. In der Pflegebranche werde die Digitalisierung immer wichtiger, sagt Andreas Markgraf. 80Aussteller präsentieren auf 4000 Quadratmetern Neuigkeiten aus der Branche – vor allem für Betroffene, Fachpersonal und Angehörige. Zusätzlich gibt es Seminare zur Fort- und Weiterbildung sowie ein Palliativseminar. Am 14. September startet dann der zweitägige Landespflegekongress. Dass es dort einiges zu besprechen gibt, zeigte sich schon im Vorfeld: Mindestlöhne, neue Pflegestufengesetze, wer „fällt hinten über“? „Und welche Rolle spielen die Kommunen in der Pflege“, nennt Ferdinand Dorok, Referatsleiter Pflege im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, noch. Diese Themen werden laut Dorok Gegenstand in den Referaten sein.

„Wir wollen das Thema Pflege regelmäßig in den Fokus rücken“, sagt Ansgar Stegemann von der AOK Nordost. Mit den beiden Bereichen wird die Hansemesse zum Ort für die „Fach- und Kongressmesse für Reha und Pflege“, wie sie vollständig heißt.

Dahingehend sind sich die Teilnehmer der Pressekonferenz einig: Die allermeisten Menschen kommen erst zu so einer Messe, wenn sie betroffen sind. Und die seien „oft überrascht, was es alles gibt“, sagt Spörcke.

4. Pflegemesse: 13. bis 15. September in der Hansemesse. Geöffnet jeweils von 9 bis 17 Uhr.

Philip Schülermann

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