Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Brückenbau auf der Zielgraden: Mitte Juni rollt der Verkehr

Heiligenhagen Brückenbau auf der Zielgraden: Mitte Juni rollt der Verkehr

Bauwerk im Zuge der Landstraße 10 steht kurz vor der Fertigstellung

Voriger Artikel
Bauarbeiten am Flughafen: Drei Wochen kein Flugverkehr
Nächster Artikel
Höhenrettung auf Segelschiff

Die neue Brücke überspannt die rund drei Meter breite Tessenitz im Zuge der Landstraße 10.

Heiligenhagen. Der am 28. September vergangenen Jahres begonnene Brückenbau über die Tessenitz auf der Landesstraße 10 zwischen Satow und Heiligenhagen ist auf der Zielgeraden. „Wir steuern die Verkehrsübergabe zum 16. Juni an“, bestätigte Diplom-Bauingenieurin Anke Trunschke vom Straßenbauamt Stralsund. „Die Arbeiten laufen wie vorgesehen. Das Bauunternehmen TIAS aus Waldeck ist im Zeitplan“, erläuterte sie bei einer Besichtigung der Baustelle – und verwies auf die gerade pausenlos ankommenden Fahrmischer mit Flüssigbeton, der über Spezialpumpen in das stahlbewehrte Schalungsbett des entstehenden Überbaues über den Bachschnellen der Tessenitz befördert wird.

OZ-Bild

Bauwerk im Zuge der Landstraße 10 steht kurz vor der Fertigstellung

Zur Bildergalerie

Bis Tagesende hatten elf der Spezialfahrzeuge insgesamt 82 Kubikmeter in die leicht geneigte Straßen-Verlaufskurve gepumpt. Die ausgelegte Schräge von fünf Prozent und ein Längsgefälle von 0,5

Prozent sollen später angenehmes Fahrverhalten bewirken. Jede einzelne Ladung wurde zuvor akribisch auf Dichte, Temperatur und Konsistenz in einer speziellen Form und in Probewürfeln getestet. Dann erst gab Mathias Feistkorn von der Rostocker Beton und Baustoffprüfung GmbH den Baustoff frei.

„Der Beton muss nun wie zuvor an den anderen Bauteilen wettergeschützt unter Folie mehrere Wochen aushärten, und wird dann noch mit Abdichtungen nachgearbeitet“, sagte Anke Trunschke . Guter Beton erfordere Zeit und Geduld für dauerhafte Festigkeit.

Währenddessen werden beiderseits der Brücke je 100 Meter Straße erneuert und angeglichen, um später asphaltiert zu werden. Hinzu kommen zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer stabile Geländer und weitere Schutzvorrichtungen. Dieses Brückenkonzept solle allen Ansprüchen des fließenden Verkehrs genügen und standhalten.

„Das bisherige, 1920 errichtete Gewölbe aus Ziegeln, war gefährlich und altersschwach geworden“, erklärte die Stralsunder Expertin. Die auf 2,50 Meter Breite durchfließende Tessenitz hatte dem Mauerwerk auf Dauer zugesetzt, war statisch wie auch geometrisch nicht mehr haltbar.

„Das nun etwa drei Meter breite Flussbett und die neue lichte Weite von neun Metern zwischen den Widerlagern der neuen stabilen Brücke sind beiderseitig mit Otterbermen bestückt und garantieren auch freien Durchlauf für Bachneunaugen und andere Fische.“ So fußt das gesamte Bauvorhaben auf ökologischen Aspekten.

Die Abstimmung war mit Behörden des Landkreises Rostock, dem Wasser- und Bodenverband „Warnow-Beke“ erfolgt, ebenso wie mit anderen Trägern öffentlicher Belange. Es wurden bisher insgesamt 350 Kubikmeter Beton und 45 Tonnen Stahl verbaut.

Zu erledigen sind neben dem Rückbau der montagebedingten Brücken-Stützkonstruktionen die erforderlichen Erdverfüllungen sowie die Begradigungen an den Straßenböschungen. Die gesamten Baukosten von 800000 Euro trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Dietrich Grunzig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Erst überlegen, dann Gas geben
Carsharing boomt: Immer mehr Kunden mögen das „Auto auf Zeit“.

Für eine zunehmende Zahl an Autofahrern ist Carsharing eine echte Alternative zum eigenen Auto geworden. Doch wer zu unbedarft an die Sache herangeht, kann unangenehme Überraschungen erleben.

mehr
Mehr aus Rostock
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
„Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen“

Großeinsatz in Kühlungsborn: Jugendliche liegt nach Schwäche- anfall bewusstlos im Stadtwald. GPS-Signal sendet Aufenthaltsort.