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Bürger bekennen sich zu Europa

Stadtmitte Bürger bekennen sich zu Europa

Bewegung „Pulse of europ“ ist gestern in der Hansestadt angekommen

Stadtmitte. Die Bewegung „Pulse of europ“ ist gestern auch in der Hansestadt Rostock angekommen: Knapp 100 Menschen trafen sich bei Schneeregen auf dem Universitätsplatz, um für die Idee von einem einigen Europa zu werben.

Eine Bürgerinitiative hatte dazu aufgerufen, am Universitätsplatz Flagge für Europa zu zeigen. Geplant ist es, diese Aktion jede Woche, Sonntag für Sonntag, zu wiederholen.

Vor knapp zwei Wochen fanden sich einige Rostocker um Ulrike Suhr, Grit Gaida und Jürgen Mertag zusammen, um zu überlegen, wie die Bewegung „Pulse of europ“ schnell nach Rostock geholt werden kann.

Ulrike Suhr weiß, dass viele Probleme mit der Organisation Europas haben, auch ihr gefalle nicht alles, was in Brüssel entschieden werde. „Trotzdem müssen wir etwas erhalten und dann suchen, wie wir es besser machen können“, sagt Ulrike Suhr.

Die Werte der Europäischen Union, Achtung der Menschenwürde, Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit seien der Bürgerinitiative wichtig, hieß es im Aufruf zu der Demonstration. Die Idee eines geeinten Europas, das dem Kontinent Frieden und Stabilität gebracht habe, dürfe nicht durch Populisten und nationalistische Kräfte zerstört werden.

In zahlreichen Wortmeldungen machten die Rostocker gestern deutlich, welches Europa sie sich wünschen: eine gleichberechtigte Gemeinschaft, die den Frieden sichere. Man müsse sich nicht zwischen regionaler, nationaler oder europäischer Identität entscheiden. Die Demonstrierenden kündigten an, sich stärker in die Ausgestaltung Europas einmischen zu wollen. Unterstützung bekommt die Initiative vom Verein Europäisches Integrationszentrum Rostock. Das stellt den Demonstranten beispielsweise die Europa-Flaggen zur Verfügung.

Insgesamt, so informiert die Agentur DPA, haben gestern Tausende Menschen in ganz Deutschland für ein geeintes Europa demonstriert. In Frankfurt/Main, wo die Bewegung „Pulse of Europe“ Ende 2016 gegründet wurde, versammelten sich rund 3000 Menschen mit Luftballons und Europafahnen. In Berlin zählte die Polizei bei Wind und Regen rund 2000 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von mindestens 4000, in Köln gingen rund 2500 Menschen auf die Straße. In Potsdam gab es die dritte Kundgebung.

Nach Angaben der Organisatoren nahmen zeitgleich in rund 50 europäischen Städten mindestens 20 000 Menschen an den Pro-Europa-Demonstrationen teil. Allein in Deutschland waren in 46 Städten Kundgebungen angemeldet worden. Vor dem Konzerthaus auf dem Berliner Gendarmenmarkt spielte der Klarinettist Giora Feidman die Europahymne.

Die Veranstalter in Berlin bekräftigten die Überparteilichkeit der Bewegung. Mehrere Redner begrüßten das Ergebnis der Wahl in den Niederlanden, bei der die Wahlbeteiligung mehr als 80 Prozent betragen hatte. Die Demonstranten ließen auch Luftballons in den Farben Bulgariens in die Luft steigen. Dort wird am 26. März ein neues Parlament gewählt.

tst

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