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Bunte Deckel für Polio-Impfungen

DUMMERSTORF/KAVELSTORF Bunte Deckel für Polio-Impfungen

Sammel-Aktion der Rotarier im Kampf gegen Kinderlähmung / Erste Sammel-Boxen gut gefüllt

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Jan Ketelhohn von der Kavelstorfer Dienstleistungs-Service GmbH (KaDiSe) freut sich über die vielen Kunststoffverschlüsse. Fünf sogenannte Big Bags wurden in den letzten Wochen gefüllt.

Quelle: Fotos: Doris Kesselring

Dummerstorf/Kavelstorf. Die erste Säule mit bunten Kunststoffdeckeln ist gefüllt. „Ich weiß nicht, wie viele es sind“, sagt Rebecca Häfke, Chefin der Getränkeland- Filiale in Dummerstorf. „Aber die Kunden machen gut mit, schrauben die Deckel ab und stecken sie in die Box an der Leergutkasse.“

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Sammel-Aktion der Rotarier im Kampf gegen Kinderlähmung / Erste Sammel-Boxen gut gefüllt

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Bei dieser Aktion kann jeder spenden, ohne Geld auszugeben. “Helmuth Rohde, Rotarier

300 Euro je Tonne

20 Milliarden Kunststoffverschlüsse fallen jährlich in Deutschland an (250 pro Einwohner).

500 Deckel à zwei Gramm reichen für eine Impfung.

300 Euro zahlen Verwertungsunternehmen für eine Tonne der Plastikdeckel.

• Info: www.deckel-gegen-polio.de

„Deckel gegen Polio“ heißt die Aktion der Rotarier, die seit etwa acht Wochen auch in Mecklenburg-Vorpommern auf Plastikverschlüsse von Flaschen und Tetrapacks zielt. In allen 130 Getränkeland-Filialen, davon 95 in MV, wurden Sammel-Säulen aufgestellt. „500 Deckel reichen für eine Polio-Impfung“, erklärt Rotarier Helmuth Rohde, Organisator der Hansetour „Sonnenschein“. Der Erlös der Verwertung von 500 Verschlüssen (ein Kilo Plastik) decke die Kosten einer Impfung gegen Kinderlähmung. Seit 1985 engagieren sich Rotarier weltweit mit vielen Projekten im Kampf gegen Polio.

„Unser Ziel ist es, die hochansteckende Virusinfektion auszurotten“, sagt Rhode, der als Kind noch Auswirkungen der Krankheit, wie Lähmungen und Verkrüppelungen, in der Nachbarschaft erlebt hat. Mit einer Impfung könne ein lebenslanger Schutz vor Polio erreicht werden. Derzeit kommt das Virus nur noch in drei Ländern der Erde – Nigeria, Afghanistan und Pakistan – frei vor. Doch es treten auch anderswo vereinzelt Fälle von Polio auf, so zuletzt vor einem Jahr in der Ukraine. Um ein Wiederaufleben der Erkrankung zu verhindern, sind die Impfmaßnahmen nötig. „Damit schützen wir uns auch selbst“, so Rohde.

„Die Aktion ist gut und einleuchtend“, sagt Rebecca Häfke, selbst Mutter von zwei Söhnen, „die noch im Impfrhythmus sind“. „Deckel sammeln kostet doch nichts, wenn es dann einem guten Zweck dient, sind wir dabei“, betont die Marktleiterin. Für sie und ihre fünf Mitarbeiter sei dies kein großer zusätzlicher Aufwand.

Die Deckel-Aktion im Norden wurde vor zwei Jahren vom Rotary-Club Lauenburg-Mölln angestoßen. „Wir machen jetzt mit, organisieren Anlaufpunkte, stellen Behälter auf, suchen Logistikpartner für die Zwischenlagerung. Das ist in diesem Fall die Kavelstorfer Dienstleistungs-Service GmbH, KaDiSe“, erklärt Rohde, der die erste Säule in Dummerstorf in einen Sack entleert. Dieser landet kurze Zeit später bei KaDiSe in einem Big Bag. „Damit ist nun der fünfte große Transportsack voll“, ist Firmenchef Fred Grohs zufrieden. Von Kavelstorf aus werden die Big Bags weiter zur Verwertung an die Abfallwirtschaft Südholstein geliefert. Nach dem Recycling der Deckel fließt das Geld in einen Fonds für die Schluckimpfungen gegen Kinderlähmung.

Rotarier Rohde hofft, dass sich viele, auch Schulen und Kindergärten, am Hilfsprojekt „Deckel gegen Polio“ beteiligen. Denn es werden noch gut eine Milliarde Euro für die Kampagne benötigt.

Doris Kesselring

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