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Bunte Party in der Kinderstadt

Reutershagen Bunte Party in der Kinderstadt

Mehr als 200 Mädchen und Jungen hatten im Rostocker Freizeitzentrum Spaß / Es gab aber auch ernste Töne

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Tolle Stimmung bei der Kinderstadt- Party: Die Kinder hüpfen vor Freude und zur Musik.

Quelle: Fotos: Axel Büssem

Reutershagen. Ganz erschöpft liegt Chiara (6) im Arm ihrer Großmutter. Das Programm der Kinderstadt-Party im Rostocker Freizeitzentrum hat die Erstklässlerin geschafft.

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Mehr als 200 Mädchen und Jungen hatten im Rostocker Freizeitzentrum Spaß / Es gab aber auch ernste Töne

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Kinderstadt im Freizeitzentrum: Kuphalstraße 77, Reutershagen, ☎ 0381/ 8903040, www.rfz-online.de

Beim Kinderschminken hat sie sich in eine Prinzessin verwandeln lassen und sich ein Theaterstück angeschaut. „Da ging es um Superhelden, das hat mir sehr gut gefallen“, sagt Chiara.

Die Sechsjährige war eins von rund 200 Kindern, die gestern in der Kinderstadt in der Kuphalstraße Spaß hatten. Mehr als 20 ehrenamtliche Helfer trugen ihren Teil dazu bei. Kern der Party war eine Rallye, an der sich die meisten Kinder beteiligten: An zahlreichen Stationen konnten sie Rätsel lösen, auf die Torwand schießen oder basteln. Wer alle Stationen absolvierte, konnte am Ende noch am Glücksrad drehen und einen Preis gewinnen.

Chiaras Oma Heidi Koop ist begeistert: „Wir haben gestaunt, was hier alles geboten wird, um den Kleinen eine Freude zu machen.“ Auch Claudia Theis, die mit ihrem Sohn Arne (7) da ist, zeigt sich zufrieden: „Das ist ein tolles Engagement der ehrenamtlichen Helfer, die ihre Freizeit opfern, um es für die Kinder so schön zu machen.“ Arne kommt oft in die Kinderstadt, vor allem, um auf dem neuen Fußballplatz zu spielen. Auch gestern war er wieder dort: „Mir hat das Torwandschießen am besten gefallen. Und der Kuchen war lecker.“

Bei allem Spaß gab es aber auch ernste Töne. Wenige Tage vor dem Weltkindertag am 20. September kritisierte Michael Kruse vom deutschen Kinderhilfswerk, dass jedes siebte Kind in Deutschland in armen Familien lebt: „Kinderarmut ist für uns das größte Problem. Die betroffenen Kinder sind weitgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Sie können nicht ins Kino oder ins Schwimmbad gehen und oft auch nicht in den Urlaub fahren.“ Daher seien Projekte wie die Kinderstadt wichtig, findet Kruse. „Sie bietet Kindern die Möglichkeit, kostenlos gemeinsam Spaß zu haben.“

Auch Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) hatte viel Lob übrig: „In der Kinderstadt lernen Kinder, dass sie Rechte, aber auch Verantwortung haben.“ Es sei beeindruckend, wie das hier zusammengeführt werde, so Nitzsche. Auf diese Weise würden die Kleinen fit für die Demokratie gemacht: „Wenn sie hier mit 14 Jahren rausgehen, können sie auch mit 16 wählen“, ist Nitzsche überzeugt.

Für die Kleinsten bei der Kinderstadt-Party kamen diese politischen Themen aber offensichtlich ein paar Jahre zu früh. Als Nitzsche in die Runde fragte: „Welche Staatsform findet ihr am besten:

Anarchie, Diktatur oder Demokratie?“ blickten ihn aus den geschminkten Kindergesichtern große Augen fragend an. Der Bürgermeister der Kinderstadt, Damian Schottowski, rettete die Situation, indem er antwortete: „Ich finde Demokratie ist die Regierungsform, die eine Gesellschaft am weitesten bringen kann.“

Am Ende der Party wurde dann noch der neue Grill eingeweiht, den ein großer Hähnchenfleisch-Anbieter zusammen mit dem dazugehörigen Fleisch und einem Scheck über 1000 Euro gestiftet hatte.

Axel Büssem

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