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Burger King in Brinckmansdorf: Baubeginn noch im Sommer?

Rostock-Brinckmansdorf Burger King in Brinckmansdorf: Baubeginn noch im Sommer?

Der Ortsbeirat Brinckmansdorf hat sich für das Restaurant ausgesprochen – fehlt noch der städtische Bauausschuss / 10000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Brandstifter

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Das Schild kündigt die Wiedereröffnung für Frühjahr an. Vermutlich aber erst im Herbst könnte dort ein neues Gebäude stehen.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock-Brinckmansdorf. Seit mehr als einem halben Jahr liegt die Fläche an der Tessiner Straße brach – seit der Burger King im Oktober vergangenen Jahres vollständig abgebrannt ist. Nun könnte sich endlich etwas bewegen. Der Ortsbeirat Brinckmansdorf hat den Weg für einen Neubau freigemacht. Noch in diesem Sommer könnten die Bauarbeiten beginnen.

„Der Ortsbeirat hat den Bauantrag befürwortet“, sagt Karl Scheube (SPD), Vorsitzender des Ortsbeirats Brinckmansdorf. Nun geht der Bauantrag zum Bau- und Planungsausschuss. Viele wollten den Burger King dort. Woran es liege, dass der Neubau sich so lange hinziehe, wisse Scheube nicht. „Vielleicht am Geld“, sagt er.

Mit Details zum Neubau hielt sich Burger King bisher zurück (die OZ berichtete) und verwies auf laufende Gespräche. „Die Wiedereröffnung des Burger King-Restaurants ist für den Herbst dieses Jahres geplant“, so eine Unternehmenssprecherin. Karl Scheube ist optimistisch: „Der Baubeginn könnte noch im Sommer sein.“

„Es wurde noch keine Baugenehmigung erteilt. Wir sind zügig im Verfahren, aber es liegen noch nicht alle Antragsunterlagen vor“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. In der kommenden Sitzung am Dienstag, 28. Juni, will der Bauausschuss über den Bau der neuen Burger King-Filiale beraten. Im Februar haben der Bauherr und Grundstückseigentümer, die Darmstädter SME Immobilien und ihr britischer Geschäftsführer Sean McElroy, den Bauantrag gestellt.

142 Sitzplätze soll es im Gastraum geben: Vier große Tischgruppen, zwei im vorderen, zwei im hinteren Bereich. Hinzu kommen eine Kinderspielecke, Sitzplätze entlang einer der Wände und ein runder Tisch mit Stühlen vor dem Counter. Im Außenbereich des Restaurants könnten zusätzlich 64 Gäste Platz finden. Von 5 Uhr bis 3 Uhr soll das Restaurant täglich geöffnet sein.

„Das Gebäude wird eine Grundfläche von 390 Quadratmetern haben und wird eingeschossig, in Teilen zweigeschossig errichtet“, so Kerstin Kanaa. Das Obergeschoss ist aber nur für Büroflächen vorgesehen. Im Süd-Osten des Neubaus entsteht wieder ein Drive-In-Schalter. Die Zuwege sind ebenso noch vorhanden wie die gepflasterten 47 Parkplätze. Einem erhöhten Verkehrsaufkommen hat das Lärmschutzgutachten große Aufmerksamkeit geschenkt. Der Standort sei aber „als geeignet anzusehen“, heißt es in dem Gutachten.

Lichterloh hatte das Schnellrestaurant im Oktober gebrannt, die letzten Überreste sind schnell abtransportiert worden. Geschätzter Schaden: Drei Millionen Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und bittet die Bevölkerung weiter um Hinweise. Die Versicherung hat eine Belohnung von 10000 Euro ausgesetzt.

Bisher habe es keinen Hinweis aus der Bevölkerung gegeben, der die Beamten weitergebracht hätte, sagt Yvonne Hanske, Sprecherin der Rostocker Polizei. „Wir haben die Täter noch nicht ermitteln können.“ Das sei in diesem Fall auch schwer, weil es keine Augenzeugen zu geben scheint und Spuren bei Bränden schwer zu sichern seien. Dazu, wie es zu dem Brand genau gekommen war, möchte sich die Polizei auch weiterhin nicht äußern. Das sei Täterwissen und wichtig für das laufende Ermittlungsverfahren, so die Sprecherin.

Wann tatsächlich mit dem Neubau begonnen wird, bleibt abzuwarten, bis dem Bauantrag zugestimmt wurde. Mit Blick auf den Bau anderer Filialen ist von einer halbjährlichen Bauzeit auszugehen – eine Eröffnung des Burger Kings im Herbst also möglich.

Zweitgrößte Kette

Mehr als 15000 Filialen betreibt Burger King nach eigenen Angaben in 100 Ländern auf der ganzen Welt. Damit sei das Unternehmen die zweitgrößte Fast-Food-Hamburger-Kette hinter ihrem Konkurrenten Mc Donalds. Geschätzter Umsatz: 23 Milliarden US-Dollar. Fast alle Restaurants werden von Franchisenehmern betrieben.

Negative Schlagzeilen machte das Unternehmen 2014, nachdem der Journalist Günter Wallraff aufgedeckt hatte, dass in Restaurants von Franchise- nehmer Ergün Yildiz Lebensmittelrichtlinien missachtet worden waren. Auch schlechte Arbeitsbedingungen standen in der Kritik.

Philip Schülermann

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