Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Bye-bye Bothe: Wechsel an der Spitze des Stadtsportbunds

Hansaviertel Bye-bye Bothe: Wechsel an der Spitze des Stadtsportbunds

Roland Bothe, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, hat gestern seinen Abschied in den Ruhestand im Hotel Sportforum gefeiert / Nachfolger wird Jugendwart Andreas Röhl

Voriger Artikel
Baustart: Das Petriviertel wächst weiter
Nächster Artikel
Mutter und Kinder bei Unfall schwer verletzt

Nach fast 20 Jahren übernimmt Andreas Röhl (r.) den Posten von Roland Bothe (l.) beim Stadtsportbund.

Quelle: Johanna Hegermann

Hansaviertel. Es war ein Abschied mit vielen Lachern und ein paar Tränen: Nach fast 20 Jahren hat Roland Bothe vom Rostocker Sportstadtbund seinen Posten als Geschäftsführer aufgegeben. Mit rund 50 Gästen feierte der Neu-Rentner gestern den Abschied im Hotel Sportforum. „Es ist mein letzter Arbeitstag, aber ich werde dem Verband so lange zur Seite stehen, wie es gewünscht wird“, sagte der 65-Jährige.

Vom Lehrer zum Geschäftsführer

Roland Bothe hat sich für Handball, Fußball und später für Geräteturnen interessiert. Am 1. August 1975 schloss der spätere Lehrer sein Studium für Sport und Geografie in Potsdam ab. Nach der Wende musste er sich beruflich umorientieren. 1998 wurde er Geschäftsführer beim Stadtsportbund.

Weine, Blumensträuße, sogar eine Sporttasche: Monika Bothe ordnet die Geschenke immer wieder neu an, damit alles Platz hat. Die Verabschiedung betrachtet sie mit gemischten Gefühlen. „Es ist schön, dass er kürzertreten kann“, sagt die Rostockerin, die nicht nur einmal während der Feier Tränen in den Augen hat. Ihr Mann habe in den vergangenen Jahren sehr viel gearbeitet. „Das ging weit über ein normales Pensum hinaus.“

Auch Verbands-Präsident Herbert Pankau betont dies in seiner Rede. „Roland hat sich gegen alle anderen Bewerber durchgesetzt und hat uns durch seinen Fleiß und seine neuen Ideen begeistert“, erzählt Pankau, der sechs Jahre vor Bothe beim Stadtsportbund aktiv wurde. „Er hat alles eingehalten, was er versprochen hat“, betont Pankau. Roland Bothe ist sichtlich gerührt und atmet tief durch, während Lobeshymnen auf ihn gesungen werden. „Roland hatte immer die Gerechtigkeit aller Vereine im Blick gehabt“, ergänzt der Präsident. Er verrät, „noch bis zum Oktober nächsten Jahres wird er uns als Teilzeitkraft erhalten bleiben.“

Den Staffelstab übergibt Bothe an Andreas Röhl, der sechs Jahre für die Jugendarbeit im Stadtsportbund verantwortlich war. „Es ist natürlich ein großes Erbe, das man antritt“, sagt Röhl. Für Bothe sei es schließlich nicht nur ein Job, sondern sein Lebenswerk gewesen. „Er hat mir in den vergangenen Jahren viel mitgegeben und beigebracht.“ Der ursprüngliche Kampfsportler Röhl vergleicht es mit dem Meister-Schüler-Prinzip. An dem Erfolgsrezept seines „Meisters“ will er nicht rütteln und vieles beibehalten und weiterführen. „Ich freue mich jetzt auf die Arbeit und die neue Herausforderung.“

Für den Kinder- und Jugendbereich steht die Nachfolge auch schon fest. Der gebürtige Rostocker Lennart Pentzek hat in den vergangenen sechs Jahren beim Sportbund in Neubrandenburg gearbeitet. „Ich hatte immer den richtigen Job, nur an der falschen Stelle“, sagt der 34-Jährige. Der Paddler freut sich, nun wieder in seiner Heimatstadt arbeiten zu können.

Bothe will sich nun vor allem wieder Zeit für Freizeit nehmen. „Er möchte mehr mit der Familie unternehmen, sich um den Garten kümmern und auch einfach mal wieder Sport gucken“, erzählt Monika Bothe. Doch auch Reisen haben die zwei geplant. „Ein Kontinent fehlt mir noch – wir planen eine Rundreise durch den Norden von Südamerika“, sagt der 65-jährige Bothe.

„Das gönnen wir ihm auch“, betont Hans-Werner Bull vom SV Hafen stellvertretend für viele Gäste der Abschiedsfeier. „Es war über viele Jahre eine tolle und freundschaftliche Zusammenarbeit. Er war einer von der alten Schule.“

Johanna Hegermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rostock

Nicht nur der Preis ist heiß. Strom- und Gasanbieter sollten telefonisch erreichbar sein. Gute Resonanz beim OZ-Telefon-Forum „Energie“.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Auf Genussreise durch Vorpommern

Die 2. Messe mit regionalen Produkten bot Gaumenfreuden pur