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CDU will Radler von der Promenade verbannen

GRAAL-MÜRITZ CDU will Radler von der Promenade verbannen

Die Christdemokraten wollen den alten Dünenweg als Radstrecke nutzen / Konfrontationen zwischen Radfahrern und Fußgänger / Risiko wächst

Graal-Müritz. Die CDU-Fraktion in der Graal-Müritzer Gemeindevertretung will für mehr Sicherheit auf der Strandpromenade sorgen und deswegen die Radfahrer vom Fernradweg aus diesem Bereich verbannen. Sie hat dazu einen entsprechenden Antrag eingebracht. Der Ausschuss für Wasser, Straßen- und Wegebau und Ordnung soll eine alternative Radwegeführung unterhalb der Promenade zwischen der Straße zur Seebrücke und der Strandstraße ausarbeiten.

„Es wird für die Bürger und für die Gäste zu einer Belastung“, sagt CDU-Fraktionschef Jörg Griese. Er weist dabei auf verschiedene Beschwerden hin. „Vor allem ältere Menschen fühlen sich von Radfahrern belästigt. Sie nähern sich, ohne dass man sie hören kann. Und kleine Kinder sind ebenso gefährdet“, sagt der Christdemokrat. Es komme immer häufiger zu Konfrontationen zwischen Passanten und Radlern, meint Griese. Hinzu komme noch, dass die Radfahrer über den Seebrückenvorplatz fahren. „Das führt dann noch einmal zu Gefährdungen, weil gerade da die Lage vollkommen unübersichtlich ist.“ Für die Gemeinde sei das schwer in Griff zu bekommen, sagt der CDU-Fraktionschef, „weil die Kommune mit ihren Ordnungskräften nicht in den fließenden Verkehr eingreifen darf“.

Im Haus des Gastes in Graal-Müritz sitzt Kurdirektor Berndt Kuntze. Er kann sich auf jeden Fall mit dem Vorstoß der Christdemokraten anfreunden. „Das ist ein Riesenproblem“, sagt Kuntze. Der Fahrradtourismus habe in den vergangenen Jahren rapide zugenommen, auch die Zahl jener, die auf dem Fernradweg unterwegs sind und Graal-Müritz durchqueren. Aus seinen Erfahrungen kann Kuntze berichten: „Es gibt immer weniger Beschwerden von Kurgästen, wenn es aber welche gibt, dann beziehen sie sich auf das Verhältnis zwischen Radfahrern und Fußgängern.“ Dabei beharrten beide immer mehr auf ihrem Standpunkt. Und noch eins: „Es gibt heute kaum noch einen Touristen, der nicht Fahrrad fährt.“ Genau dieses Problem sieht auch Benita Chelvier (CDU), deswegen erklärt sie: „Wir müssen an vielen Stellen in Graal-Müritz den Fußgänger- und Radverkehr noch trennen.“

Um dem Problem zumindest im Bereich der Promenade beizukommen haben sich die Christdemokraten bereits ihre Gedanken gemacht. „Es gab einmal in den 80er Jahren einen Dünenweg, der für die Pflege der Promenade genutzt wurde“, sagt Jörg Griese. „Der ist in weiten Teilen nun wieder zugewuchert.“ Diesen Weg könne man ausbauen und als alternativen Radweg anbieten.

„Wir sind da schon tätig geworden“, sagt Frank Giese, Bürgermeister in Graal-Müritz. „Die Flächen sind zum Teil im Besitz der Gemeinde und des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt: „Mit dem Amt hätten wir kein Problem.“ Aber es stehe noch eine Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde aus. Weil sich die Natur die Fläche zurückgeholt habe, müsse man von dort eine Genehmigung haben.

Michael Schißler

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