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Chemiker lüften Geheimnis im Bier

Stadtmitte Chemiker lüften Geheimnis im Bier

Besucher stellen ihr eigenes Eis her / Elektrotechniker erklären, warum Handys nur zwei Jahre halten / Neue Physik erstmals offen

Stadtmitte. Warum wird Bier in dunkle Flaschen abgefüllt? „Weil so die Vitamine besser geschützt werden. Vitamine verhindern, dass die Mineralstoffe im Bier mit Sauerstoff reagieren und die Geschmacksstoffe zerstören“, sagt Dirk Hollmann, Wissenschaftler im Leibniz-Institut für Katalyse (Likat). Auch Kälte habe in dieser Hinsicht einen positiven Effekt.

Während Hollmann die Welt der Radikale erklärt, zischt, dampft und poltert es im Hintergrund. Elf Stationen hat es gestern zur Langen Nacht der Wissenschaften allein im Likat gegeben. Insgesamt sind es mehr als 200 Veranstaltungen — über das Stadtgebiet bis nach Warnemünde verteilt. Einer der Höhepunkte: Erstmals dürfen Besucher in die neue Physik und das ebenfalls gerade bezogene Gebäude des Departments „Licht, Leben, Materie“ (LLM).

Tausende Besucher schwärmen aus. Schon bevor es losgeht, sind in der Albert-Einstein-Straße die ersten eingetroffen. Im Likat stellen sie ihr eigenes Eis her, lassen sich die Seifen-Produktion erklären oder schauen beim Glasblasen zu. „Wir wollen zeigen, dass man vor Chemie keine Angst haben muss“, sagt Likat-Sprecherin Barbara Heller. Beim Eisherstellen ginge es genauso zu wie im Labor.

„Wir kippen viele Sachen zusammen, gehen sorgsam damit um, und dann kommt was Gutes dabei heraus.“

Warum ein Handy nur zwei Jahre hält, erklärt David Hammes, Doktorand in der Informatik und Elektrotechnik. „Weil die meisten es auch nur solange nutzen. Dann wollen sie ein neues, moderneres.“ Urte Brenmoehl aus Broderstorf ist mit Enkelin Neele (7) zum ersten Mal dabei. „Die Leute sind offen und nett. Es gibt für alle Altersstufen viele interessante Sachen, die gut aufbereitet sind“, sagt sie.

Von André Wornowski

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