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Coup der Linken: Bartsch soll Direktmandat zurückholen

Südstadt Coup der Linken: Bartsch soll Direktmandat zurückholen

Der Chef der Bundestagsfraktion will 2017 in Rostock als Direktkandidat antreten / Entscheidung fällt im Januar / Sozialsenator Steffen Bockhahn übergibt Kapitäns-Shirt

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Ein starker Kandidat für eine starke Region. Ich freue mich wahnsinnig.“Eva-Maria Kröger, Landtagsabgeordnete

Südstadt. Paukenschlag auf dem Rostocker Kreisparteitag der Linken: Mit einem politischen Schwergewicht wollen die Genossen der Hansestadt das Direktmandat für den Bundestag zurückerobern. Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, Dietmar Bartsch (58), will für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 14 als Direktkandidat antreten und dafür sorgen „dass Rostock in Berlin wieder angemessen vertreten ist“, wie er sagt. Die Entscheidung wird auf der Kreisdelegiertenkonferenz im Januar 2017 zusammen mit den Linken des Umlandes fallen.

 

OZ-Bild

Auf Sieg spielen: Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) überreicht Dietmar Bartsch Ball und Shirt vom HC Empor.

Quelle: Doris Kesselring

„Wir spielen nicht auf Platz, sondern auf Sieg“, betont Sozialsenator Steffen Bockhahn, als er Bartsch einen Ball und ein Shirt des Handballclubs HC Empor überreicht. „Die Nummer 17, das ist die des Mannschaftskapitäns“, sagt Bockhahn, der selbst 2009 bis 2013 für die Linken im Bundestag saß und dann das Rostocker Direktmandat an CDU-Mann Peter Stein verlor. „Der jetzige Kandidat ist bedeutungslos“, bemerkt Bartsch, „Rostock als wichtigste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, wirtschaftlich wie kulturpolitisch, muss so auch wieder in Berlin wahrgenommen werden.“ Dafür wolle er antreten und somit nach den miesen Landtagswahlergebnissen ein Zeichen setzen, „dass die Linke wieder im Aufwind ist“.

„Ein starker Kandidat für eine starke Region“, freut sich Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Eva-Maria Kröger schon auf den Wahlkampf mit dem gebürtigen Stralsunder und bundespolitisch erfahrenen Linken. „Ein Abgeordneter der Linken tut der Region gut, das haben wir bereits erfahren“, spielt sie auf Bockhahn an, der sich nun offensichtlich gänzlich von der Bundespolitik verabschiedet. Ob er jetzt an die Spitze des Rathauses drängt, lässt Bockhahn offen. „Ich habe ein Amt bis 2022, das möchte ich gern ausfüllen“, antwortet der Sozialsenator ausweichend. „Aber die Linke wird einen Oberbürgermeisterkandidaten aufstellen“, schiebt er nach.

Jetzt soll erst mal Bartsch die Linken in Rostock wieder nach vorn bringen. Die rund 60 Delegierten des Kreisparteitages begrüßen seine Bereitschaft, um das Direktmandat für den Bundestag zu streiten. „Wir haben mit ihm einen guten Kandidaten gewonnen. Das ist ein Grund, optimistisch ins nächste Jahr zu gehen“, sagt Kreisvorsitzender Carsten Penzlin, nachdem er vor dem Gremium das schlechte Abschneiden der Partei bei der Landtagswahl analysiert hat. „Die Linke muss klarer und schärfer werden, geradlinig sein, mitstreiten, wenn es zum Beispiel um den gordischen Knoten zum Standort des Traditionsschiffes geht, und an den alltäglichen Dingen dran sein“, sagt Penzlin und fordert die Delegierten auf, „Eindrücke, Forderungen, Stimmungen der Menschen“ einzusammeln und vorzubringen. Das ist ganz im Sinne von Dietmar Bartsch. Der 1,93-Meter-Mann wohnt in Prerow, ist „großer Fan des Rostocker Zoos und der Kunsthalle“. „Und ganz vorn steht der Sport“, sagt der 58-Jährige, der schon seit Kindertagen (aufgewachsen in Tribsees) eine besondere Beziehung zu Rostock habe und hier viele Menschen kenne.

Direktmandat im Wahlkreis 14 in Rostock

Der Wahlkreis 14 zur Bundestagswahl zieht sich von Graal-Müritz bis Elmenhorst und von Nustrow bis Vorbeck bei Schwaan, die Hansestadt Rostock mittendrin. Von 1990 bis 2009 hatte die SPD das Direktmandat inne mit Christine Lucyga und Christian Kleiminger. 2009 gewann die Linke mit Steffen Bockhahn, der das Mandat 2013 an Peter Stein (CDU) verlor.

Doris Kesselring

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