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Das große Buddeln im Gewerbegebiet

Papendorf Das große Buddeln im Gewerbegebiet

Auf dem Sandkrug in Papendorf läuft Erschließung / Investoren verhandeln noch über Ansiedlungen

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Mitarbeiter der Grünanlagen-Bau GmbH Nord Stäbelow pflastern gerade das Regenrückhaltebecken im neuen Papendorfer Gewerbegebiet Am Sandkrug. Zum Ende der Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und der Straßenbau weiter vorangehen.

Quelle: Fotos: Doris Kesselring

Papendorf. Im neuen Gewerbegebiet Sandkrug der Gemeinde Papendorf wird kräftig gebuddelt. Auf dem ehemaligen Acker türmen sich Sand- und Kiesberge, Gräben werden gezogen, Leitungen verlegt. „Ende August sollte die öffentliche Erschließung beendet sein und mit dem Anschluss der einzelnen Grundstücke begonnen werden“, kündigt Hasso von Petersdorff, einer der beiden Investoren, an.

 

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Graben auf: Ein dickes Stromkabel wird von der Tessiner Elektrotechnik-Firma Ziolkowski verlegt.

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Graben zu: Kaum sind die Leitungen verlegt, wird schon Kies aufgeschüttet.

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Über mögliche Ansiedlungen auf dem etwa vier Hektar großen Gelände hält sich von Petersdorff noch bedeckt. „Wir sind noch in der Kaufabwicklung“, sagt er, doch die meisten Grundstücke seien bereits verkauft. Diverse gewerbliche Unternehmen hätten Interesse. So wolle sich ein Taxiunternehmen ansiedeln, es würden Hallen zur Vermietung gebaut und auch Bürogebäude entstehen.

„Mit der Entwicklung des Wohngebietes Rostock-Süd gewinnt die Gewerbefläche an Attraktivität“, erklärt der Investor. Das Terrain unmittelbar vor den Toren der Hansestadt, direkt am Autobahnzubringer zur A 20 und über eine neue Ampelanlage an der Kreuzung der L 132 gut erreichbar, sei für Firmen äußerst interessant geworden.

„Auf jeden Fall kommt ein Nahversorger ins Gebiet“, betont von Petersdorff. Norma hatte bereits mehrfach in der OZ angekündigt, hier einen Markt mit Backshop und Cafe errichten zu wollen. „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagt von Petersdorff, „aber wir sind beide willens.“

Derzeit pflastern Mitarbeiter der Grünanlagen-Bau GmbH Nord Stäbelow das Regenrückhaltebecken. „Das ist sehr aufwändig“, sagt Vorarbeiter Martin Schinke. Das Becken wurde ausgebaggert, mit Folien abgedeckt, eine Sandbettung geschaffen, drei Treppen eingebaut. Ende der Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Stäbelower Unternehmen ist mit der Erschließung des gesamten Geländes beauftragt, baut Straßen und Gehwege. „Rund 790000 Euro Auftragsvolumen“, erklärt Bauleiter Jens Weidemann. 770 Meter Regenentwässerung wurden bereits verlegt. Die ehemalige Landesstraße 132, die mit dem A 20-Zubringer zurückgebaut wurde, muss auf dem Sandkrug erweitert werden. „Wir haben auf einer Seite etwa einen Meter Straße abgefräst, um verschiedene Medien im Graben zu verlegen“, erläutert Weidemann.

Gestern wurden Telefon- und Stromkabel durch die Klaus Ziolkowski Elektrotechnik GmbH eingebaut. Zunächst an der Hauptstraße. „Aber wir werden im ganzen Gebiet die Medien bis auf die Grundstücke verlegen“, kündigt Geschäftsführer Reno Zirnsak an. „Wir sind natürlich abhängig von den Tiefbauern.“

Doch die Stäbelower Grünanlagenbauer klotzen mächtig ran. „In der nächsten Woche werden wir an der Hauptstraße die Leitungen für die Straßenbeleuchtung verlegen, die Borde setzen und die Tragschichten für die Straße aufbauen“, erklärt Jens Weidemann. Die neue Asphaltstraße am Sandkrug wird dann einen halben Meter breiter als bisher sein. Außerdem wird ein etwa 350 Meter langer Gehweg am Rand des Gewerbegebietes bis zur Papendorfer Kreuzung gepflastert.

Ein Wendehammer für schwere Fahrzeuge ist im hinteren Bereich der Gewerbefläche vorgesehen. „Von der Wendeschleife aus werden wir in den nächsten Wochen zwei Stichstraßen rausarbeiten“, erklärt Weidemann. Er rechnet damit, dass Mitte September die Erschließung abgeschlossen ist. Einige Gewerbetreibende könnten sicher schon vorher mit dem Bau ihrer Vorhaben beginnen.

Ampel war eine Voraussetzung für Gewerbefläche

Schon 2014 hat die Gemeinde Papendorf das Verfahren für eine Bebauung der Brachfläche an der Kreuzung der L 132 nach Papendorf angeschoben. Flächeneigentümer sind die Landwirte Hasso von Petersdorff und Peter Gertenbach, die auf dem rund 4,5 Hektar großen Gelände ein kleines Gewerbegebiet entstehen lassen wollen. Auf der Gewerbefläche ist bereits die Schwergutspedition Lau zu Hause.

Voraussetzung für die geplante Ansiedlung eines Nahversorgers und weiterer Gewerbeunternehmen war unter anderem die Installation einer Ampelanlage an der Kreuzung der L 132, der Zubringerstraße zur Autobahn A 20. Die Ampel funktioniert inzwischen seit Herbst 2016.

Die Erschließung des Gewerbegebietes am Sandkrug habe sich verzögert, wegen „nicht voraussehbarer“ Situationen, wie Investor von Petersdorff mitteilt. Im Gelände lägen sehr viele Leitungssysteme, die beachtet und angeschlossen werden mussten. „Das hält auf“, sagt von Petersdorf. Doch nun gingen die Bauarbeiten zügig voran. Noch im Herbst könnten die ersten

Gewerbetreibenden mit der Errichtung ihrer Gebäude beginnen.

Doris Kesselring

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