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Dauerbaustelle nervt Anwohner im Lohmühlenweg

Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt Dauerbaustelle nervt Anwohner im Lohmühlenweg

Seit März baut Eurawasser / Durch Probleme mit der Regenwasserleitung musste die Straßendecke erneut aufgerissen werden / Sanierung damit 50 000 Euro teurer als geplant

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In dem 135 Meter langen Weg wird seit März gebaut. Ein Teil der Straße wurde nun erneut aufgerissen.

Quelle: Johanna Hegermann

Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Baulärm, Dreck und fehlende Parkplätze: Seit März leben die Anwohner am Lohmühlenweg im Ausnahmezustand. Dabei schienen die Arbeiten im Sommer bereits abgeschlossen zu sein. „Die Straße war fertig und plötzlich wurde die Decke wieder aufgesägt“, sagt Anwohner Rainer Buuk erbost.

 

OZ-Bild

In dem 135 Meter langen Weg wird seit März gebaut. Ein Teil der Straße wurde nun erneut aufgerissen.

Quelle: Johanna Hegermann

Ab 16. Dezember frei

510 000 Euro kostet die Sanierung des 135 Meter langen Lohmühlenwegs – inklusive der 50 000 Euro Mehrkosten, die durch den mangelhafen Regenwassersammler entstanden sind.

Trinkwasser - und Schmutzwasserleitungen wurden bereits erneuert. Auch 27 Grundstücksanschlüsse wurden saniert. Die Arbeiten sollen bis zum 16. Dezember beendet werden.

Verantwortlich für die Arbeiten ist die Eurawasser Nord GmbH im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbands. In zwei Bauabschnitten wollte sie das veraltete Schmutz- und Regenwassersystem sowie die Trinkwasserleitung sanieren. „Die Kanäle waren von 1913 und die Trinkwasserleitung von 1880. Sie sind in die Jahre gekommen und wiesen Schäden auf“, erklärt Udo Schultz, Leiter des Baumanagements von Eurawasser. Dass in dem Weg zwischen Doberaner Straße und Patriotischem Weg etwas gemacht werden musste, bezweifeln die Anwohner nicht. „Es geht uns um das ,Wie’“, stellt Konrad Punke klar. „Als die Bauarbeiten beendet waren, haben wir uns zu früh gefreut“, ergänzt Buuk.

Im ersten Abschnitt wurden die Leitungen für Trink- und Schmutzwasser und die Grundstücksanschlüsse erneuert. „Den Regenwassersammler wollten wir geschlossen über den zweiten Abschnitt sanieren“, beschreibt Schultz. Daher wurde die Straße geschlossen. Als man dann die Regenwasserleitung erneut untersuchte, kam die Überraschung. „Wir mussten feststellen, dass sich der Zustand der Leitung in den zwei Jahren seit der letzten Überprüfung wesentlich verschlechtert hat“, sagt Schultz. Der Kanal sei kein rundes Rohr mehr gewesen. „Er hatte Einbuchtungen und Einstürze“, erklärt der Leiter des Baumanagements. Also musste ein neuer Plan her.

„Wir haben uns mit der Entscheidung schwergetan“, so Schultz. Im Juni habe man den mangelhaften Zustand erkannt. „Bis Ende August mussten wir entscheiden, wie wir weiter vorgehen.“ Im oberen Bereich bis zur Doberaner Straße konnte das Rohr noch von innen saniert werden, doch der untere Abschnitt musste aufgerissen werden. „Dass das die Anwohner ärgert, kann ich verstehen. Aber es blieb keine andere Möglichkeit.“ Die Kosten sind um 50 000 Euro auf insgesamt 510 000 Euro angestiegen.

Besonders die Parksituation habe sich durch die anhaltenden Arbeiten verschärft. „Wir können zeitweise unsere Garage nicht befahren, obwohl wir monatlich dafür zahlen, und auch in der Straße fehlen Plätze“, sagt Punke. Er schätzt, dass etwa 50 Parkplätze nicht genutzt werden können. Voraussichtlich soll die Straße zum 16. Dezember wieder freigegeben werden. Und sich damit auch die Parksituation wieder entspannen. „Wir versuchen so schnell wie möglich fertig zu werden“ , erklärt Schultz. Nun hänge alles von der Witterung ab. „Aber niemand kann das Wetter verlässlich vorhersagen und ändern kann man es noch weniger.“

Johanna Hegermann

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