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Demo: Flüchtlinge menschenwürdig behandeln

Stadtmitte Demo: Flüchtlinge menschenwürdig behandeln

„Menschlich Bleiben“ hieß die Überschrift für eine Demonstration gestern auf dem Neuen Markt.

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Rund 100 Teilnehmer demonstrierten auf dem Neuen Markt für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen.

Quelle: Andreas Meyer

Stadtmitte. „Menschlich Bleiben“ hieß die Überschrift für eine Demonstration gestern auf dem Neuen Markt. Gleich zwei Organisationen — das Bündnis „Rostock nazifrei“ und die Initiative „Rostock hilft“ — hatten aufgerufen, sich für einen „menschenwürdigen Umgang mit Geflüchteten in Rostock“ einzusetzen. Sowohl bei der Unterbringung und Integration als auch bei der Abschiebepraxis. Etwa Hundert Menschen waren vor der gestrigen Sitzung der Bürgerschaft dem Aufruf gefolgt.

 

OZ-Bild

Rund 100 Teilnehmer demonstrierten auf dem Neuen Markt für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen.

Quelle: Andreas Meyer

Die Demonstranten forderten die Stadt auf, kurz- und langfristig Wohnraum für alle Menschen zu schaffen. Kritisiert wurde beispielsweise, dass Geflüchtete noch immer in der Notunterkunft in Schmarl leben müssen. „Die Bedingungen in der Industriestraße sind sehr schlecht“, kritisierte Robert Dahms von „Rostock nazifrei“. Teilweise monatelang abgeschieden und isoliert, ohne Privatsphäre, Bett an Bett, ohne Schränke und Kochmöglichkeiten müssten die Menschen dort warten. „Solche Bedingungen führen zu Unruhe, Stress und Aggression“, sagte Dahms. Das überfordere auch Helfer. „Von der guten Arbeit der vergangenen Jahre, die in Rostock geleistet wurde, ist nicht mehr viel zu sehen.“ Die Stadt hätte sich auf die vielen Flüchtlinge einstellen können. Bisher sei die Situation gut gemeistert worden, erklärte auch Imam-Jonas Dogesch später in der Bürgerschaft. „Jetzt gibt es Probleme, und wir brauchen ein Konzept“, fordert er. „Auch bei der Integration.“ Die Aufgaben von gestern müssten morgen schnell erledigt werden. Kritisiert wurde auf dem Neuen Markt auch die Abschiebepraxis in „vermeintlich sichere Herkunftsländer“, so die Redner. Dass Menschen in der Nacht abgeholt werden, müsse aufhören. „Wir fordern von der Hansestadt einen fairen und menschenwürdigen Umgang mit Asylsuchenden — auch nach ihrer Ablehnung“, hieß es im Demo-Aufruf.

OZ

Von tn

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