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Demokratiefest: Kinder gehen wählen

Stadtmitte Demokratiefest: Kinder gehen wählen

Am „Internationalen Tag der Demokratie“ wurden Kinder und Jugendliche über Politik informiert

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Die Theaterpädagogen Daniel Hase (32), Babette Büchele (29) und Kirsten Sandmann (32) sorgten für Stimmung beim gestrigen Demokratiefest in Rostock.

Stadtmitte. „Kommt in den Sonderwahlbezirk“, ertönte es aus einem Megafon auf dem Universitätsplatz. Kinder und Jugendliche hatten gestern Nachmittag auf dem Demokratiefest die Chance, selbst aktiv wählen zu gehen. Die Initiatoren – der Rostocker Stadtjugendring und das Europäische Integrationszentrum Rostock (EIZ) – boten allen unter 18-Jährigen diese Möglichkeit.

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Am „Internationalen Tag der Demokratie“ wurden Kinder und Jugendliche über Politik informiert

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Unter dem Motto „Demokratie lebt vom Mitmachen“ konnten sich die Heranwachsenden an verschiedenen Ständen über Politik und Rostocker Jugendinitiativen informieren. Unter ihnen auch der Verein „ratundtat“, der Schwule und Lesben unterstützt. „Unser Verein hilft Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Besonderheiten“, erzählte Hendrik Faix. Der 54-Jährige ist der Ansicht, dass das Wählen gerade für Homosexuelle besonders wichtig sei.

Dass jede Stimme von Bedeutung ist, findet auch Anke Brauer. Sie besuchte zusammen mit ihrem elf Monate alten Sohn Emil das Fest. „Ich bin für ein Wahlrecht unter 18. Auch die Jugend hat eine Meinung“, sagte die Mutter. Darum durfte sogar der kleine Emil einen Stimmzettel in die Wahlurne werfen.

Neben der Rockband „Therapiezentrum“ sorgten auch die Theaterpädagogen Kirsten Sandmann, Babette Büchele und Daniel Hase für Stimmung. Mit Perücken und falschen Zähnen animierten sie Kinder und Jugendliche zur Teilnahme an der Wahl. Die Idee des Sonderwahlbezirks kam ihnen ganz spontan. Damit schufen sie eine Zone, in der das Interesse für Politik durch Humor und Spaß vermittelt werden sollte. „Ein ernstes Thema lustig darzustellen, nimmt häufig die Hemmungen, sich damit auseinanderzusetzen“, erklärte Sandmann.

Auch Jana Kasten vom Europäischen Integrationszentrum wollte Politik vermitteln. An ihrem Stand informierte sie die Teilnehmer über die Europäische Union und Europa: „Demokratie ist einer der Werte, die gelebt werden müssen, um der EU beizutreten.“ Eine Woche vor den Wahlen wollte das EIZ die Jugend darüber informieren, welche Bedeutung die EU hat. Mit ihrem Verein setzt sich Kasten für mehr politisches Interesse bei Heranwachsenden ein.

Die Jugendkoordinatorin des Rostocker Stadtjugendrings, Katrin Schankin, wünscht sich, dass Jugendliche auch über diesen Tag hinaus motiviert werden, wählen zu gehen. Ihr Verein entwickelte den Wahlzettel für das Fest. Auf diesem konnten die Kinder und Jugendlichen nicht nur eine Partei wählen , sondern auch ihre Stimme zum aktuellen Bürgerentscheid abgeben.

Trotz des kunterbunten Treibens mussten die Veranstalter aktiv auf Kinder und Jugendliche zugehen, um ihr Interesse zu wecken. „Leider müssen die Kinder extra zum Mitmachen animiert werden“, merkte Juliane Bialuch von der Vereinigten Bürgerinitiative Toitenwinkel an.

Susanne Gidzinski und Lara Lichtenthäler

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