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Denktraining: Teilnehmer für Studie gesucht

Hansaviertel Denktraining: Teilnehmer für Studie gesucht

Eine Untersuchung der Unimedizin Rostock soll zeigen, wie die Denkfähigkeit im Alter erhalten werden kann

Hansaviertel. Wie kann die geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten bleiben? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, startet jetzt an der Universitätsmedizin Rostock eine groß angelegte Studie. In Kooperation mit den Unikliniken Mainz und Köln sowie der Sporthochschule Köln untersuchen die Forscher, welche Faktoren bei der Denkfähigkeit eine Rolle spielen und wie sie im Alter weiter trainiert werden kann. Dafür werden Teilnehmer gesucht.

„Mit zunehmendem Alter sinkt die geistige Leistungsfähigkeit“, sagt Prof. Dr. Stefan Teipel, Demenz-Forscher an der Rostocker Unimedizin und am Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). „Diesem Prozess versuchen wir durch ein geistiges Training entgegenzuwirken.“ Durch gezielte Übungen könnten ältere Menschen demnach in bestimmten Bereichen deutliche Verbesserungen erfahren.

„Die Herausforderung besteht jedoch darin, diese positiven Effekte auch auf andere Aspekte des Denkens zu übertragen. Wir sprechen dabei von einem Transfer.“ Die Fähigkeit für diesen Transfer nehme im Alter deutlich ab, sei jedoch wichtig, um den Alltag bewältigen zu können. „Ziel unserer Studie ist es daher, effektive Trainingsmethoden zu entwickeln, um die Fähigkeit zur geistigen Transferleistung zu steigern.“

Für die Studie suchen die Forscher rund 200 gesunde Personen ab 60 Jahren. Neben Blutabnahmen und wiederholten neurologischen, psychologischen und bildgebenden Untersuchungen erhalten die Teilnehmer ein vierwöchiges Training der Denkfähigkeit. Daneben werden 30 Teilnehmer gesucht, die als Kontrollpersonen nur dreimal neuropsychologisch untersucht werden. Alle Teilnehmer erhalten nach Abschluss der Studie eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro (50 Euro für Kontrollpersonen) sowie, falls gewünscht, ihre Untersuchungsergebnisse.

Die Studie ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund einer Million Euro gefördert.

Kontakt: esther.lau@dzne.de oder ☎ 0381 / 494 94 88

OZ

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