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Denkzettel für Amtsinhaber: Wiechmann bleibt Bürgermeister

Dummerstorf Denkzettel für Amtsinhaber: Wiechmann bleibt Bürgermeister

CDU-Mann gewinnt mit 55,5 Prozent / Gegenkandidat Voß jubelt über 44,5 Prozent

Dummerstorf. Der alte ist auch der neue: Bürgermeister Axel Wiechmann (CDU) wurde gestern im Amt bestätigt. Allerdings „enger als erwartet“, wie der 51-Jährige nach der Stimmauszählung zugeben muss. 2285 Wahlberechtigte, 55,5 Prozent, gaben dem Amtsinhaber ihre Stimme. 1834 (44,5 Prozent) votierten bei der Bürgermeisterwahl in der Großgemeinde Dummerstorf für den Gegenkandidaten, Eckhart Voß aus Klingendorf.

Ein Ergebnis, das auch Wahlleiter Bastian Hohensee überrascht. „Die Beteiligung an der Bürgermeisterwahl lag bei 69,7 Prozent“, informiert Hohensee gestern Abend gegen 22 Uhr, als auch die letzten der 598 Briefwahlstimmen ausgezählt sind.

Lag Wiechmann in Kessin mit über 200 Stimmen vorn und konnte auch in den Dummerstorfer Wahlbezirken mit klarem Vorsprung punkten, so hat er doch in Prisannewitz, Groß Portrems und „dort, wo Baustellen sind, zum Beispiel in Lieblingshof“ deutlich Stimmen verloren, wie er selbst sagt. Mit diesem Ergebnis wolle er sich nun aktiv auseinandersetzen.

Voß hat seine Stimmen „westlich der Autobahn“ gesammelt, wie er meint. Auch wenn es nicht für den Sessel im Dummerstorfer Rathaus gereicht hat, jubelt der Schmied auf seiner Wahlparty im Backhaus der Kirchgemeinde Kavelstorf. „Fast 45 Prozent aus dem Stand, das ist einfach klasse“, sagt der 51-Jährige.

Ruhig hatte Eckhart Voß am Nachmittag der Wahl entgegengesehen. Er war gerade mit seiner Familie von der Zeesbootregatta in Bodstedt zurückgekehrt. Platz 17 hat der 51-Jährige mit seiner Zeese „Irmchen“ belegt. Nach dem Kaffee fuhr er mit Ehefrau Ulrike (54) zur Wahl nach Kavelstorf. „Ich bin gespannt, aber nicht aufgeregt“, sagte der Klingendorfer, der Amtsinhaber Wiechmann bei der Bürgermeisterwahl in Dummerstorf herausgefordert hat. Mehr Kommunikation zwischen Verwaltung und Einwohnern hat sich der Klingendorfer auf die Fahne geschrieben, sollte er den Einzug ins Rathaus schaffen. „Und der Kleinkrieg mit den Feuerwehren muss beendet werden“, das sei eines der dringlichsten Probleme. Bei seinen Ideen, die er im Wahlkampf geäußert hat, bleibe es. „Dafür werde ich mich nun weiter im Gemeinderat einsetzen“, erklärt Voß.

Ganz in Familie ging Axel Wiechmann gestern Nachmittag zur Wahl. Im Dorfgemeinschaftshaus in Göldenitz mussten die Pankelower ihre Stimme abgeben. Auch wenn Ehefrau Antje (47) vor dem Urnengang herumfrotzelte, sie müsse sich noch überlegen, welchem Kandidaten sie die Stimme gibt, fiel die Wahl der Familie natürlich einstimmig aus. Für Sohn Franz Malte war es die erste Kommunalwahl, zur Landtagswahl ist der 16-Jährige noch nicht stimmberechtigt. Wohl aber Tochter Pauline (22), die nach der Stimmabgabe nicht verriet, wer ihr Landtagskandidat ist. „Das ist Demokratie“, bemerkte der Vater, der als CDU-Mitglied kein Geheimnis daraus machte, wen er im Landtag sehen möchte. Heute geht Wiechmann wieder ins Rathaus. „Es wartet viel Arbeit“, sagt er, er habe „noch einige Projekte in der Pipeline“. Neben der Auftragsliste liegt nun aber auch ein Denkzettel.

Doris Kesselring

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