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Der Iga-Park erstrahlt im maritimen Licht

Schmarl Der Iga-Park erstrahlt im maritimen Licht

Die Lichtklangnacht ist Entdeckungsreise und Märchenstunde zugleich / Mehr als 100 Künstler und 20 Stationen

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Im Weidendom inszeniert das Ernst-Heiter-Theater das Märchen vom „Frau Fischer und ihr Mann“.

Schmarl. Lichtklangnacht im Iga-Park ist ein Erlebnis mit Tradition – und eines für alle Sinne. Das Motto in diesem Jahr: „Vom Fischer und seiner Frau“. Alles auf dem Gelände dreht sich um das Märchen. Der Iga-Park ist ein Lichtermeer und eine einzige große Bühne für Zauberer, Musiker und Akrobaten. Zwei Abende lang ist das Warnowufer eine Fantasiewelt aus Licht und Kunst.

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Die Lichtklangnacht ist Entdeckungsreise und Märchenstunde zugleich / Mehr als 100 Künstler und 20 Stationen

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An jeder Ecke riecht es nach Leckereien, schimmert es farbig in den Bäumen, Musik ist in der Ferne zu hören. Etwas Sommerwind weht durch den geschmückten Iga-Park. Julius (5) steht fasziniert vor dem bunt angestrahlten Leuchtturm am Eingang zur zehnten Lichtklangnacht und sagt: „Es sollten alle Leuchttürme so bunt sein“, sagt der Fünfj „Da hat er recht“, wirft ein älterer Herr lachend ein und geht vorbei. Mehr als 100 Künstler sind an 20 Stationen im ganzen Park verteilt und zeigen Kleinkunst. Manchmal aber spricht das Licht ganz allein. Zur Freude zahlreicher Hobbyfotografen, die mit Stativen und Geduld versuchen, das Licht einzufangen.

„Wir sind mehrfach in die Ferne geschweift. Jetzt wollen wir mal etwas Maritimes zeigen, das hier richtig gut hin passt“, sagt Iga-Park-Geschäftsführer Ralf Hots-Thomas. Das sei Wunsch und Idee des künstlerischen Leiters Wolfgang Schmiedt gewesen.

Mitten auf dem Weg grüßt ein Pirat samt Schiff auf Stelzen die Gäste – auf Spanisch. Etwas Abseits ist Gelächter zu hören. Dort wird „Vom Fischer und seiner Frau“ mit viel Humor aufgeführt. Es ist voll an den vielen Stationen, ganz zur Freude des Geschäftsführers: „Der Vorverkauf lief richtig gut“, sagt er. Karina Jens, Aufsichtsratsvorsitzende des Iga-Parks pflichtet ihm bei und ergänzt aus der Erfahrung der letzten Jahre: „Die Leute warten auch gern das Wetter ab und kommen an die Abendkasse.“

Dass es an den Stationen voll ist, hat aber auch einen Nachteil. Die Kleinsten unter den Gästen können nicht überall alles sehen. „Das ist ein bisschen Schade“, findet Melanie Schuster, die mit ihrem frischgebackenen Ehemann Konrad und den Kindern Lea (9) und Lotte (4) durch Park schlendert – gespannt, was sie noch so erwartet.

Ralf Hots-Thomas empfiehlt ein Feld am Rand des Geländes. Das wird, wenn es dunkel wird, mit Licht geflutet. Ansonsten fällt es ihm schwer, bei der Fülle von Künstlern sein persönliches Highlight zu nennen. Die Geschichte um den armen Fischer steht im Mittelpunkt aller Programmpunkte. Eine feste Abfolge der Stationen gibt es trotz der Nummerierung aber nicht. Die Gäste sollen sich treiben lassen. „Die Lichtklangnacht soll entschleunigen“, sagt Park-Chef Hots-Thomas.

Joachim (66) und Dorothea Meyer (60) haben sich für ihren Rundgang keine Ziele gesetzt. Sie lassen auf sich zukommen, was sich hinter den Programmpunkten verbirgt. „Das ist immer eine schöne Veranstaltung“, sagt Joachim Meyer. Auch im vergangenen Jahr sei er bei der Lichtklangnacht gewesen. Das Motto damals war Alice im Wunderland. „Wir gehen und gucken, was uns gefällt“, sagt er auf dem Weg vom Shanty Chor zum Chinesischen Garten.

Wer eine Pause machen möchte, lässt sich auf einer der vielen Bänke nieder und lauscht dem Märchen. Vorgetragen wird es zum Beispiel von Kindern, den „Sprechenden Bäumen“. Viele Familien besuchen aber auch die Theater im Park. „Es ist besonders schön – wie immer“, fasst Karina Jens zusammen.

Auch heute hat die Lichtklangnacht noch geöffnet. „Es gibt noch ausreichend Karten an der Abendkasse“, sagt Hots-Thomas. Um 19 Uhr öffnet das bunte Festival im Iga-Park seine Tore für die Besucher.

Vom Fischer und seiner Frau

Das Märchen von 1806 dreht sich um einen armen Fischer und seine gierige Frau. Es stammt von Philipp Otto

Runge.

Der Fischer angelt Butt und zieht

einen an Land, der ein verwunschener Prinz ist. Er schenkt ihm die Freiheit. Seine Frau aber fragt ihn, ob er dafür keinen freien Wunsch verlangt habe. Er ruft den Butt erneut, der ihm einen Wunsch gewährt. Seine Frau drängt ihn dazu, immer neue Wünsche vorzutragen. Je maßloser sie werden, desto mehr verschlechtern sich Wetter und Wasser.

Philip Schülermann

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