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Der erste Blick ins neue Rostock-Album

Stadtmitte Der erste Blick ins neue Rostock-Album

Gestern haben Verlag und OZ den zweiten Band des Buches präsentiert / Rund 150 Gäste im Medienhaus

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Das neue Rostock-Album ist da. Thomas Gallien (v.l.), Christian Pagenkopf aus Evershagen, Thorsten Czarkowski und Andreas Meyer haben gestern Abend schon mal reingeguckt – mit 150 weiteren Gästen. Ab heute ist das Buch erhältlich.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Stadtmitte. Viel Arbeit steckt in den 144 Seiten des „Rostock-Albums“, das auch im zweiten Band „Eine Stadt erinnert sich“ im Titel stehen hat. Um gemeinsam in der Geschichte der Hansestadt zu schwelgen, sind gestern Abend rund 150 Gäste ins OZ-Medienhaus gekommen. Dort konnten sie einen ersten Blick in den neuen Bildband werfen – ein Werk, das sie zu dem gemacht haben, was es ist: ein Stück Erinnerung von Rostockern für Rostocker.

OZ-Bild

Gestern haben Verlag und OZ den zweiten Band des Buches präsentiert / Rund 150 Gäste im Medienhaus

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Denn die Bilder, die in dem Bildband zu sehen sind, stammen ausschließlich von Bürgern dieser Stadt. Sie haben sie in Kellern, auf Dachböden oder in ihren Familienalben gefunden und an die OZ geschickt. Herausgeber Thorsten Czarkowski hat 5000 Bilder von Anfang 2014 bis 2016 gesichtet und daraus die schönsten – etwa 250 – ausgewählt. Einige der Bilder hätten sie noch digitalisieren müssen, sagt Czarkowski. Die Angebote kamen klassisch per Post, per Mail oder über Facebook. „Viele kamen auch mit dem Fotoalbum zu uns“, sagt Lektor Thomas Gallien.

„Manche Orte sind schlecht dokumentiert“, sagt der Herausgeber, deshalb hätten sie nicht alle Bilder bekommen, die sie sich gewünscht hätten – zum Beispiel den Barnstorfer Wald oder den Verkehrsgarten, berichtet Czarkowski. Andere wiederum seien ihm doppelt angeboten worden. „Das Projekt lebte von dem, was wir hatten.“ 70 Jahre Stadtgeschichte sind im Rostock-Album zu erleben.

Czarkowski hat beim Sammeln festgestellt: „Das Interesse für die Vergangenheit ist gestiegen – auch bei jungen Leuten.“

Durch die Präsentation an diesem Abend führt Andreas Meyer, Leiter der Rostocker Lokalredaktion. „Ich möchte zuerst etwas mit euch plaudern“, steigt er in das Gespräch mit Thorsten Czarkowski und Thomas Gallien ein. Die Macher erzählen, warum es einen zweiten Band gibt und was an ihm neu ist. Neu sei vor allem, dass nun auch die Nachkriegszeit inbegriffen sei, erzählt Czarkowski.

„Das war kollektive Detektivarbeit“, beschreibt Thomas Gallien. Auf Facebook haben die User über die Bilder diskutiert – denn manchmal war nicht ganz sicher, was auf dem Bild genau zu sehen ist, welche Straße oder welches Haus.

Viele der Fotografen sitzen im Publikum. Aus der Präsentation wird eine Unterhaltung, erscheint ein neues Bild an der Wand, folgen ein kurzes Raunen, Getuschel und schließlich Wortmeldungen. Die Rostocker erinnern sich – gemeinsam. Ob Kinderwagen, Rennstrecke in Gehlsdorf oder Wasserstraßenhauptamt: Zu jedem der Bilder gibt es Geschichten.

Gabriele Zepp (57) wohnt in Heilbronn, kommt ursprünglich aus Rostock. Hilft das Album gegen Heimweh? „Nein, es macht es noch schlimmer“, sagt sie lachend. Sie blättere bereits den ersten Teil gern durch und freue sich auf den zweiten, in den sie mit ihrem Mann Ulf (50) kurz vor der Präsentation schon mal hineingeguckt hat.

Ulrich Lindenblatt aus Lütten Klein habe viel miterlebt, „was alles verschwunden ist“, erzählt der 76-Jährige. Im Rostock-Album entdecke er diese Dinge wieder. Auch er hat Bilder eingesandt.

Bis weit in den Dienstagabend hinein reden die Gäste mit den Machern über ihre Erlebnisse und Bilder. „Wir waren nur Verwalter der Bilder“, sagt Thorsten Czarkowski. Ohne die vielen Einsendungen gebe es das Buch nicht.

Zweiter Teil des Albums

Seit heute ist das neue „Rostock-Album – Eine Stadt erinnert sich“ erhältlich. Zu kaufen gibt es den Sammelband im OZ-Medienhaus, im Internet unter www.hirnstorff.de und im Handel.

Es kostet 29,99 Euro. Auch der erste Band ist noch erhältlich.

144 Seiten umfasst der zweite Band. Der erste Band ist mit 160 Seiten etwas dicker, dafür sind im neuen mehr Bilder zu sehen – 250 historische Abbildungen.

Philip Schülermann

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18055 Rostock

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Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

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