Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Die Stadthallen-Chefin ist auf den Hund gekommen

Schmarl/Groß Schwa Die Stadthallen-Chefin ist auf den Hund gekommen

Am 1. Oktober beginnt in Rostock die Rassehundeausstellung / Petra Burmeister erzählt von ihrem „Jerry“ / Der Mischling hält Familie und Dorf auf Trab

Schmarl/Groß Schwa. ß. Am 1. Oktober beginnt in der Hansemesse die 13. Internationale Rassehundeausstellung. Dann wird die Messehalle wieder zu einer riesigen Hundehütte für Hunderte Rassen und unzählige Aussteller. Petra Burmeister, Geschäftsführerin der Messe- und Stadthallengesellschaft, reicht schon ein Hund im Haus – dafür ist „Jerry“ aber auch ein Wirbelwind mit ordentlich Flausen im Kopf.

 

OZ-Bild

„Jerry“ ist ein aufgewecktes Kerlchen. Stadthallen-Chefin Petra Burmeister hat ihn gut erzogen.

Quelle: privat

„Er ist jetzt acht, und er ist auch schon etwas ruhiger geworden“, sagt Petra Burmeister. Aber als der Mischling noch klein war, hatte er mit seiner Energie Familie Burmeister fest im Griff. Manchmal wollte „Jerry“ ausbüxen. „Mein Mann hat extra einen neuen Zaun gebaut“, erzählt die Stadthallen-Chefin. Und kaum war er fertig, kaum hatten sie das neue Tor geschlossen, nahm „Jerry“ einen kurzen Anlauf und sprang über die eineinhalb Meter hohe Absperrung.

Der Rüde ist ein Mix aus Labrador und Jagdhund. Seine Energie kommt von dem Jagdtrieb. Auf der anderen Seite sei er aber auch sehr verschmust, sagt Burmeister – und eine Wasserratte, typisch Labrador. Und wenn der Frechdachs mal wieder auf Wanderschaft in Groß Schwaß gegangen sei, habe er sich nicht selten in den Swimmingpools der Nachbarn vergnügt. Noch heute schwimmt er gern im Teich der Burmeisters. „Mit den Karpfen zusammen“, berichtet Petra Burmeister.

Ihr Grundstück ist inzwischen gut gesichert: „Es sieht aus wie in Fort Knox bei uns“, sagt Petra Burmeister und lacht. Denn „Jerry“ soll nicht alleine durchs Dorf laufen. Schließlich ist das auch nicht ganz ungefährlich.

Eher zufällig kam „Jerry“ nach Groß Schwaß. Als ihr Hund „Dack von der Moorgrube“ – ein reinrassiger Hovawart – gestorben war, brachte Petra Burmeister Napf und Co. ins Tierheim, weil der Verlust sie so traurig gemacht habe. Und dann saß da „Jerry“, Silvester 2008 geboren, und wartete auf ein neues Zuhause. Im April zog das Energiebündel ein. „So ein Mischling ist schon was anderes als ein Rassehund“, sagt Burmeister.

Auf der Rassehundeausstellung wäre der Mischling fehl am Platz – aber das wäre ihm wahrscheinlich egal. An vielen Ständen gäbe es für ihn viel zu entdecken: Besonders die vielen Leckereien würden ihm wohl gefallen. Aber auch für Menschen gibt es auf der Messe viel zu sehen. Schöne Hunde, jede Menge Zubehör und Ideen, was man seinen besten Freunden Gutes tun könnte.

„Jerry“ ist mittlerweile Papa. In Groß Schwaß hat er sich „eine Freundin gesucht“, erzählt die Geschäftsführerin. Das Ergebnis: sieben weitere Energiebündel, die aber nicht bei den Burmeisters wohnen. Ihr „Jerry“ hält sie auch mit acht Jahren noch auf Trab. „Ich mache zum Beispiel Slalom mit ihm“, sagt Petra Burmeister. Leider gehe Radfahren mit dem Mischling nicht. Sein Jagdtrieb sei zu sehr ausgeprägt. „Wenn er eine Katze sieht, will er da hinterher.“ An der Leine neben dem Rad könne das schon mal im Sturz enden. Dabei hat „Jerry“ gar nichts gegen Katzen. Mit einer – sie lebe leider schon nicht mehr – habe er gemeinsam auf einem Kissen geschlafen. Zusammen bildeten sie ein einziges schwarzes Knäuel.

Von 9 bis 17 Uhr hat die Messe am 1. und 2. Oktober geöffnet. In der Messehalle wird nicht nur ausgestellt, es werden auch Wettbewerbe ausgetragen. Internationale Punktrichter bewerten die Rassehunde nach strengen Kriterien. Ein Höhepunkt ist laut Veranstalter die Wahl zum Titel „Best in Show Rostock 2016“, der unter den Tagessiegern dem Siegerhund am Sonntagabend, kurz vor Ausstellungsende, verliehen wird.

Wettbewerb zur Rassehundeausstellung

Erzählen Sie uns , was Ihr vierbeiniger Freund so anstellt! Die schönsten, lustigsten und skurrilsten Geschichten gewinnen.

Für den ersten Platz gibt es ein Lederhalsband der Firma „Bolleband“ und vier Karten für die Rassehundeausstellung in der Messehalle.

Platz 2 gewinnt ein „Click-to-go“- System. Mit ihm lässt sich die Hundeleine am Gürtel befestigen und Herrchen und Frauchen haben die Hände frei. Zusätzlich gibt es vier Freikarten für die Messe.

Auch der dritte Platz bekommt das „Click-to-go“-System und dazu zwei Freikarten.

Schicken Sie uns Ihre Geschichte an lokalredaktion.rostock@ostsee-zeitung.de oder kommentieren Sie den Post auf Facebook. Einsendeschluss ist Montag, 12. September, 14 Uhr.

Philip Schülermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Düsseldorf

Ein Bilderbuch für Kinder, ein Altaraufsatz und viel Geduld: Zwei Galeristen aus Düsseldorf spürten ein verschollenes Aquarell-Buch von Otto Dix auf. 20 Jahre mussten sie warten, bis sie den Schatz heben durften.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Von Discofox bis Hip-Hop

Tanzschulen in Doberan und Kröpelin freuen sich über regen Zulauf / Erstmals Kurse im Kornhaus