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Die feine englische Art: Gin erobert Rostock

Rostock Die feine englische Art: Gin erobert Rostock

Liebhaber des Getränks konnten bei einer Verkostung sich 40 Sorten an der Bar des Motel One probieren

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Mike Pukies, Mathias Tippelt und Benny Müller (v.l.) haben gemeinsam verschiedene Sorten getestet. Fotos (3): Julia Graßmann

Rostock. Beefeater, Bombay und Gordon’s – so heißen die Gin-Sorten, mit denen die meisten wohl etwas anfangen können. Was viele nicht wissen: Es gibt unzählige Sorten des Wacholderschnaps, die sogar bis zu 50 Zutaten enthalten können. Seit ein paar Jahren floriert der Markt in Europa und vor allem das Kultgetränk „Gin and Tonic“ konnte sich etablieren. Das Motel One hat nun für die hoteleigenen Bars eine extra Gin-Karte entworfen. Um dies zu feiern, lud das Rostocker Hotel zur ersten Gin-Night mit Verkostung ein.

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Liebhaber des Getränks konnten bei einer Verkostung sich 40 Sorten an der Bar des Motel One probieren

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Die Rostockerin Nicole Suderow will die Vielfalt des Gin besser kennenlernen und freut sich auf die Verkostung. „Ich trinke Gin and Tonic viel lieber als diese süßen Cocktails“, sagt sie. An der Bar des Motel One gefalle ihr besonders der maritime Charakter und die entspannte Atmosphäre.

Die drei Freunde Mike Pukies, Mathias Tippelt und Benny Müller sind ebenfalls begeisterte Gin-Trinker. Benny ist schon vor sechs Jahren auf den Geschmack gekommen; Mike hingegen erst Anfang des Jahres. Mathias trinkt am liebsten Bier und eher zu besonderen Anlässen auch Gin.

„Die Gin-Karte haben wir vor drei Monaten in Rostock eingeführt. Bisher kam sie sehr gut an, da insbesondere junge Leute gern Gin trinken“, erzählt Kristin Gember, Managerin des Motel One. Im Repertoire sind 40 verschiedene Sorten. Neben den Klassikern befinden sich beispielsweise vier regionale Gins aus Hamburg und Kiel im Angebot. Aber auch relativ neue Sorten wie der Monkey 47 aus dem Schwarzwald finden ihren Platz im Bestand. Zudem wird in der Karte zu jedem Gin auch eine Tonic-Empfehlung geboten.

Den Wacholderschnaps gibt es seit knapp 400 Jahren. „Besonders in den letzten Jahren gab es einen extremen Gin-Boom mit gefühlt zwei neuen Gins pro Woche auf dem Markt“, berichtet der lokale Gin-Experte Thomas Altschul. An diesem Abend gibt es fünf deutsche Sorten zu verkosten. Dazu kommen noch die verschiedensten Tonic-Sorten und etwas aus der Geschichte des jeweiligen Gin. Bei dem Berliner Brandstifter Gin beispielsweise wird jede Flasche per Hand geprüft und abgefüllt und limitiert sich auf 9999 Flaschen pro Jahr.

Gin ist aber nicht nur in Verbindung mit Tonic bekannt, sondern auch im Martini enthalten, den der Geheimagent James Bond gern geschüttelt, und nicht gerührt trinkt. „Das Gute am Gin ist auch, dass man ihn nur brennt und nicht lange lagern muss so wie Rum oder Whisky“, erklärt Jens Nagel, Barkeeper des Motel One. Sein persönlicher Favorit ist der Gin Sul, der in Hamburg hergestellt wird und mit seinen 43 Volumenprozent eine feine Zitrusnote hat.

„Unsere Gin-Auswahl ist nicht nur ein Highlight für unsere Hotelgäste, sondern wir wollen auch die Rostocker dazu bewegen, zu uns an die Bar zu kommen“, sagt Managerin Gember. Dazu hätte man jedenfalls 24 Stunden an sieben Tagen die Gelegenheit. Außerdem gäbe es bereits Pläne, die Bar durch ein neues Gin-Regal zu erweitern, so Gember.

In Großbritannien wurde aus Genever dann Gin

Bereits im 17. Jahrhundert soll es in den Niederlanden ein alkoholisches Getränk mit dem Namen Genever gegeben haben. Dieses gelangte nach Großbritannien, wo es später Gin genannt wurde.

Dabei handelt es sich um eine in der Regel farblose Spirituose mit Wacholder und anderen Aromen. In der Europäischen Union und der Schweiz muss Gin heute einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent besitzen. Das Getränk ist Hauptbestandteil vieler Cocktails, insbesondere des Martini sowie des Longdrinks Gin Tonic, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Julia Graßmann

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