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Dieter Nuhr erklärt in Rostock die Welt

Südstadt Dieter Nuhr erklärt in Rostock die Welt

Satiriker begeistert 2400 Besucher in der Stadthalle mit tiefsinnigen Sprüchen zu Politik und Gesellschaft

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„Ich mag den Humor mit aktuellem Bezug zu Kultur und Politik .Katrin Arndt (50) aus Rerik

Südstadt. Satiriker Dieter Nuhr hat gestern Abend in der fast ausverkauften Stadthalle rund 2400 Leuten die Welt erklärt – angefangen mit dem politischen System der USA. „Dort gibt es ja nur zwei Parteien“, erzählt Nuhr. Und alles was man über die wissen müsse, sei: „Die Demokraten sind für Abtreibung und gegen Waffen, die Republikaner sind gegen Abtreibung aber für Waffen. Im Grunde geht es nur darum, welches Leben man beenden darf – das vor der Geburt oder das danach.“

 

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Satiriker Dieter Nuhr ist gestern Abend vor rund 2400 Zuschauern in der voll besetzten Rostocker Stadthalle aufgetreten. FOTOS (4): OVE ARSCHOLL

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„Humor mit intellektuellem Anspruch: er hält den Spiegel vor. Markus Hennig (44) aus Tessin

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„Er nimmt kein Blatt vor den Mund, spricht alle Themen an. Oliver Hellweg (46) aus Tessin

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„Humor mit intellektuellem Anspruch: er hält den Spiegel vor. Markus Hennig (44) aus Tessin

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Satiriker Dieter Nuhr ist gestern Abend vor rund 2400 Zuschauern in der voll besetzten Rostocker Stadthalle aufgetreten. FOTOS (4): OVE ARSCHOLL

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Dann geht es nach Deutschland. Auch hier sind Gesellschaft und Politik Nuhrs Dauerthemen. Immer wieder verteilt er deutliche Seitenhiebe gegen die AFD. Er sinniert darüber, warum die Partei in den Schweriner Landtag eingezogen ist. Am Ausländeranteil Mecklenburg-Vorpommerns könne es nicht liegen: „Aber das macht natürlich Angst“, argumentiert er ironisch. „Es ist sehr perfide vom Ausländer, sich der eigenen Diskriminierung durch Abwesenheit zu entziehen.“

Nuhrs Publikum schätzt die Tiefe seiner Sprüche. „Das ist intellektueller Humor mit aktuellem Bezug“, schätzt Markus Henning (44) aus Tessin ein. „Er hält der Gesellschaft den Spiegel vor.“ Das macht auch sein Ausflug in die Welt der Horoskope. „Astrologie halte ich für großen Humbug“, sagt Nuhr und erklärt, „ist ja logisch, ich bin ja Skorpion.“ Dennoch habe er sich Gedanken gemacht über die politische Korrektheit der Astrologie. Immerhin sei Steinbock ja Frauen gegenüber diskriminierend, da die Steingeiß nicht erwähnt werde. Korrekter wäre vielleicht die Formulierung „Steintier“.

„Ich mag, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt“, sagt Oliver Hellweg (46) aus Tessin. Linda Laabs (18) aus Reez stimmt ihm zu. „Es ist toll, dass er sich klar gegen Extremismus äußert.“ Das ist der Punkt im Programm, wo Nuhr nicht mehr witzig wirkt, sondern durchaus ernst. „Diese radikalen Trottel, die für alles eine einfache Lösung haben, gehen mir total auf den Sack“, schimpft Nuhr. „Und mittlerweile ist es mir auch egal, ob die von rechts oder links kommen.“ Ob Nazis im Saal seien, fragt er direkt in die Menge. Dann dürften die bitte direkt gehen, sie bekämen auch ihr Geld zurück.

Nuhr hält übrigens nichts vom viel diskutierten Burkaverbot. „Ich finde, die Burka gut, sie wird nur von den falschen Leuten getragen.“ Er kenne viele, bei denen es helfen würde, wenn sie sich einen Sack über den Kopf zögen. „Allerdings wäre es oft gut, wenn der Sack dazu auch noch schalldicht wäre.“

Ove Arscholl

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