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Discounter will auf Parkplatz der Stadthalle bauen

Reutershagen Discounter will auf Parkplatz der Stadthalle bauen

Chefin Petra Burmeister verärgert / Für die Veranstaltungshalle fehlten schon jetzt Stellplätze / Nur Parkhaus auf der Nordseite könnte Problem lösen

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So soll die Stadthalle nach der Erweiterung mit einem Vorbau aussehen, im April 2018 soll sie fertig sein. Visualisierung: Inros Lackner/Archlab

Reutershagen. Primär beschäftigt sich Petra Burmeister derzeit mit der Vergrößerung der Stadthalle. Das 16,5-Millionen-Euro-Projekt soll im Frühjahr 2017 begonnen und im April 2018 abgeschlossen sein. Doch in diesen Tagen erreichte die Chefin der Messe- und Stadthallengesellschaft eine aus ihrer Sicht unerfreuliche Nachricht. Die Stadt will einen Teil des Parkplatzes einem Investor für einen Discounter und, wie Petra Burmeister gestern erstmals hörte, für ein Wohnhaus zur Verfügung stellen. Sowohl die Erweiterung der Stadthalle als auch die Bau-Idee der Stadt wurden gestern im Planungs- und Gestaltungsbeirat vorgestellt.

 

OZ-Bild

Im vorderen Teil des Stadthallenparkplatzes soll ein Discounter entststehen.

Quelle: Ove Arscholl
OZ-Bild

Solange es kein Parkhaus gibt, werden wir keinem Bauantrag für einen Discounter zustimmen.“ Andreas Engelmann (Linke)

Quelle:
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Im vorderen Teil des Stadthallenparkplatzes soll ein Discounter entststehen.

Quelle: Ove Arscholl
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Solange es kein Parkhaus gibt, werden wir keinem Bauantrag für einen Discounter zustimmen.“ Andreas Engelmann (Linke)

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An der Ecke Südring, Erich-Schlesinger-Straße sollen neue Gebäude entstehen. „Wir würden 180 bis 200 Parkplätze verlieren. Das ist sehr bedenklich“, sagt Petra Burmeister. Durch die Vergrößerung der Stadthalle auf eine Kapazität für bis zu 6000 Besucher wären – abzüglich der Gäste, die mit Bahn und Bus kommen – 750 Parkplätze nötig, rechnet Torsten Ruwoldt, Architekt von Inros Lackner, vor.

Schon jetzt gebe es zu wenig Stellflächen. Bevor das Parkplatzproblem nicht geklärt ist, will Stadthallenchefin Burmeister ihre Flächen nicht abgeben.

Aktuell gibt es Überlegungen, auf der freien Fläche neben dem Bahnhof ein Parkhaus zu bauen. Damit rechnet Petra Burmeister aber erst 2020. „Solange es kein Parkhaus gibt, werden wir keinem Bauantrag für einen Discounter zustimmen“, stellt Andreas Engelmann (Linke), Vorsitzender im Stadtentwicklungsausschuss, klar. „Es fehlen jetzt schon Parkplätze“, ergänzt Erhard Sauter (SPD). Über die Rathauspläne kann er nur mit dem Kopf schütteln.

Voraussetzung für die Bebauung muss das Parkhaus sein, erklärt auch Klaus-H. Petersen, Stadtplaner aus Lübeck und Mitglied des Gestaltungsbeirats. Das mit externen Experten besetzte Gremium nimmt Bauvorhaben in der Hansestadt unter die Lupe und gibt Empfehlungen. „Die sollen weiterhelfen und ernstgenommen werden “, beklagt Petersen, dass das nicht immer der Fall war.

Petra Burmeister und Architekt Torsten Ruwoldt müssen nun erst einmal genau prüfen, wie sie mit den Vorschlägen aus dem Beirat umgehen, denn erster Tagesordnungspunkt war die Präsentation der Pläne für die Erweiterung der Stadthalle. Die bekommt auf der Nordseite einen Anbau mit großer Glasfront, in dem das Foyer untergebracht wird, so dass der große Saal mehr Zuschauer fasst. Grundsätzlich lobt der Beirat, dass sich die Erweiterung am Charakter des Gebäudes orientiert. „Die Stadthalle muss man wie ein Denkmal behandeln“, sagt Petersen. Vor allem bei der Fassade solle die bisherige Farbgestaltung an den Fenstern erhalten werden. Das plant die Stadthalle aber nicht.

Professor Cordula Loidl-Reisch von der TU Berlin wünscht sich, dass der terrassenartige Charakter des Vorplatzes bestehen bleibt. „Ich empfehle, mit dem Spiel der Terrassen weiterzumachen“, sagt sie.

Das ist bisher nicht vorgesehen. Es ist immer gut, einen Blick von außen zu bekommen, sagt Torsten Ruwoldt. Petra Burmeister ist skeptisch, ob alle Vorschläge ihren Vorstellungen entsprechen und ob sie überhaupt umsetzbar sind.

Externe Experten

Der Planungs- und Gestaltungsbeirat tagt vierteljährlich, um Planungen und Bauvorhaben in Rostock früh zu beurteilen und „Bausünden“ zu verhindern. Ziel der Diskussion und Urteilsfindung ist es, Empfehlungen für die Bürgerschaft und ihre Gremien sowie für die Verwaltung der Hansestadt zu erarbeiten und gleichzeitig private Bauherren bei der Gestaltung bedeutsamer Vorhaben zu beraten.

Zum Beirat gehören die Architektin Antje Osterwold (Weimar), Professor Claus Anderhalten (Universität Kassel), Klaus-H.

Petersen (Stadtplaner aus Lübeck),

Professor Jörg Knieling, (Hafen-City Universität Hamburg) und Professor Cordula Loidl-Reisch (TU Berlin).

Thomas Niebuhr

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