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Doppeljubiläum: Stadt und Uni nehmen langsam Fahrt auf

Stadtmitte Doppeljubiläum: Stadt und Uni nehmen langsam Fahrt auf

Im Kulturhistorischen Museum werden die Verflechtungen der Hochschule mit Rostock, Hanse, Fürstenhaus und Kirche anschaulich gemacht

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Kristin Nölting (v.l.), Uni-Rektor Wolfgang Schareck, Oberbürgermeister Roland Methling und Franziska Nagorny haben gestern die Zusammenarbeit für das Doppeljubiläum noch einmal per Unterschrift bekräftigt.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. Jetzt ist es offiziell besiegelt – zumindest unterschrieben. Die Hansestadt und die Universität erarbeiten zwei Ausstellungen zum Doppeljubiläum 800 Jahre Rostock und 600 Jahre Universität. Gestern haben Oberbürgermeister Roland Methling und Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck im Rathaus eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

„Verflechtungsgeschichte“ und „Experiment Zukunft“ sind die Titel der Ausstellungen. Sie werden im Jubiläumsjahr der Universität 2019 im Kulturhistorischen Museum und in der Kunsthalle gezeigt.

„Wir wollen langsam Fahrt aufnehmen“, sagt OB Roland Methling. Die Reihe der Feierlichkeiten beginnt am 1. Januar 2018. Zum symbolträchtigen Auftakt für das Doppeljubiläum bekommt die Astronomische Uhr in St. Marien ihre neue Scheibe mit dem aktualisierten Kalendarium. Die Kirche bündelt so alle Jubiläen – Stadt, Reformation und Universität. Daneben soll zum 1. Januar auch das neue Ortsschild Rostock dann als Hanse- und Universitätststadt ausweisen. Und genau diese Symbiose zwischen Stadt und Universität werden die beiden Ausstellungen „Verflechtungen“ und „Experiment Zukunft“ belegen.

„Wir wollen das Doppeljubiläum gemeinsam begehen und mit diesen Projekten begleiten“, sagt Roland Methling. Der Uni-Rektor ergänzt: „Für unsere Hochschule ist das Jubiläum eine einmalige Gelegenheit, die internationale Ausstrahlungskraft und regionale Verbundenheit der Universität aufzuzeigen und junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern.“

Bei den „Verflechtungen“ werden die Beziehungen der Universität zu Stadt, Hanse, Fürstenhaus und Kirche anschaulich gemacht. „Ohne den Willen der Rostocker Bürgerschaft hätte es die Gründung der Universität damals wohl nicht gegeben“, sagt Schareck. So zählt Rostock zu den ältesten deutschen Universitäten und ist die älteste im Ostseeraum.

Dass für die historischen Schauen das Societätsgebäude nicht wie eigentlich geplant zur Verfügung steht, kann der OB verschmerzen. Trostpflaster ist das Landesarchäologische Museum, das dort vorgesehen ist. Käme es, wäre es ein „Gottesgeschenk“, so der OB. Die inzwischen notwendigen 20 Millionen Euro für Sanierung und Umbau könnte die Stadt nie tragen. Der fehlende Platz für die Stadtgeschichte werde kompensiert. „Wir werden im Kloster in der oberen Etage weitere Räume erschließen“, bestätigt Thomas Werner aus dem Kulturamt. Methling will nach dem Wiederaufbau des Petritores und der Sanierung des Lagebuschtores auch dort neue Ausstellungsflächen einrichten.

Auch der Rektor hat Träume. Er sieht den Universitätsplatz als eine regelrechte Museumsinsel. Neben dem Zentrum mit Kloster und Universitätskirche gebe es bereits die Zoologische Sammlung, den Schauraum des Uni-Archivs sowie das Kempowski-Archiv. Die Baulücke am Universitätsplatz solle, so Wolfgang Schareck, ein Uwe-Johnson-Haus füllen.

Die große Ausstellung zur eigentlichen Stadtgeschichte „Rostock jetzt 800“ wird unabhängig von den Ausstellungen mit der Uni ab Juni 2018 im Kulturhistorischen Museum gezeigt.

Uni mit Gottesdienst, großen Umzug und Festakt

Die Universität plant vom 4. bis 12. November 2019 eine Festwoche unter anderem mit Alumni-Treffen, ökumenischen Gottesdienst sowie Festumzug und akademischen Festakt. Die deutsche Rektorenkonferenz ist 2019 ebenfalls in Rostock vorgesehen.

Die Stadt richtet die Internationalen Hansetage aus, die im Juni 2018 zum ersten Mal in Rostock stattfinden. Eine weitere Premiere für Rostock sind die deutschen Archivtage. Archivare und Historiker aus dem ganzen Bundesgebiet kommen zu dem Kongress.

Thomas Sternberg

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