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Düngemittel-Deal: Fischereihafen baut neues Lager

Marienehe Düngemittel-Deal: Fischereihafen baut neues Lager

Hafen schließt langfristige Kooperation mit Düngemittelhersteller ab / Neue Halle soll 1,5 Millionen Euro kosten

Marienehe. Aus dem einstigen Sorgenkind wird mehr und mehr eine Erfolgsgeschichte: Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen setzt seinen Wachstumskurs fort.

Geschäftsführer Steffen Knispel und seinem Team ist es gelungen, einen neuen Großkunden für den Hafen zu gewinnen: Ein großer Düngemittel-Hersteller will künftig von Rostock seine Produkte in alle Welt verschiffen. Dafür baut der Hafen sogar eine neue Lagerhalle. Kosten: rund 1,5 Millionen Euro.

Um welches Unternehmen es sich handelt, will Hafen-Chef Knispel nicht sagen. Nach OZ- Informationen soll es sich aber nicht um Yara aus Poppendorf handeln. „Die Firma hat ihren Sitz weiter weg von Rostock“, bestätigt Knispel. Die Partnerschaft zwischen dem Produzenten und dem städtischen Hafen sei auf viele Jahre ausgelegt. „Die Kooperation wird uns im Hafen zusätzliche Tonnage bringen – und zusätzliche Aufträge im Bereich des Handlings und Umschlags.“ Wohin die Düngemittel von der Hansestadt aus auf Reisen gehen, sei noch offen. „Erstmal dient die neue Lagerhalle als Zwischenlager.“

Insgesamt gut 14000 Tonnen soll in dem Neubau unterkommen können. Das Bauwerk soll auf einer bisherigen Brache „in zweiter Reihe“ entstehen. Das neue Lager wird eine Holzfassade haben, 72 Meter lang und fast 40 Meter breit. „Dass wir in Lager-Neubauten investieren können, ist ein großer Schritt für den Fracht- und Fischereihafen“, sagt Knispel. In den vergangenen Jahren sei es primär um neue Anleger oder die Sanierung von alten Anlagen gegangen. „Dieses Vorhaben zeigt, dass wir unsere erfolgreiche Entwicklung fortsetzen. Durch den Neubau werden wir insgesamt flexibler.“

Knispel führt den Fischereihafen seit Oktober 2016. Damals hatte er die langjährige Chefin Daniele Priebe abgelöst, die sich in den Ruhestand verabschiedet hatte. Mit einem Umschlag von mehr als einer Million Tonnen pro Jahr zählt der Fischereihafen zu den größten in MV. Aber: Nur noch 13000 Tonnen Fisch werden in Marienehe jährlich umgeschlagen.

am

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