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E-Fähren auf Warnow: Rostocker wollen den „Reißverschluss“

Stadtmitte E-Fähren auf Warnow: Rostocker wollen den „Reißverschluss“

Die Idee vom „Neptun Hopper“ findet großen Anklang bei den Politikern / Das Konzept soll nun doch in die Planung für künftigen Nahverkehr einfließen

Stadtmitte. So viel Einigkeit bei den Rostocker Stadtpolitikern gibt es selten. Kaum gegenteilige Meinungen, als Teilen der Bürgerschaft und Mitgliedern von den Ortsbeiräten gestern das Konzept „Neptun Hopper“, eine moderne Schiffsflotte auf der Warnow, vorgestellt wurde. Zur nächsten Bürgerschaftssitzung wollen alle Fraktionen einen gemeinsamen Antrag einreichen und die Schiffsquerungen nun doch ins bestehende Mobilitätskonzept der Stadt einarbeiten lassen.

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Die Idee vom „Neptun Hopper“ findet großen Anklang bei den Politikern / Das Konzept soll nun doch in die Planung für künftigen Nahverkehr einfließen

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Planer und Ingenieure der Rostocker Firma Neptun Ship Design wollen die natürliche Barriere über die Warnow überwinden. Und zwar mit einem innovativen Verkehrssystem. Ihre Idee: Auf dem Fluss sollen in einigen Jahren Wasser-Busse zwischen den Stadtteilen pendeln. Kleine Fähren mit Elektroantrieb. Fast 20 Haltestellen sind geplant – zwischen der Mittelmole in Warnemünde und Papendorf.

Große Verwunderung bei Stephanie Bornstein, Leiterin vom Ortsamt Mitte. „Es ist selten, dass sich ein Unternehmen so aktiv einbringt. Der Fluss wird immer als trennende Linie in Rostock angesehen.

Dies muss sich ändern“, sagt sie.

Besonders die Ortsteile oberhalb des Stadthafens freuen sich über diesen Vorschlag. „Da wir als Stadtteil oft vergessen werden, ist dieses Konzept für uns ein großes Anliegen. Wir im Nordwesten sind sehr an solchen Wasser-Bussen interessiert“, meint das Groß Kleiner Ortsbeiratsmitglied Günter Taufmann (Grüne). Für Wolfgang Westphal, langjähriger Leiter des Ortsamtes Toitenwinkel, ist es ein Konzept, das längst überfällig ist. „Schon damals gab es viele Diskussionen über eine Zick-Zack-Verbindung auf der Warnow vom Stadthafen bis nach Warnemünde“, so Westphal.

„Schnell Nägel mit Köpfen machen“, fordert Sybille Bachmann (Rostocker Bund). Denn bisher wurde der Warnow-Schiffs-Längs- und Querverkehr aus dem Rostocker Mobilitätsplan gestrichen. In einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen soll dies wieder rückgängig gemacht werden. Außerdem sei Eile geboten, denn der „Neptun Hopper“ soll auf der Warnow auch Gemeinden wie Papendorf ansteuern. Aber dazwischen befindet sich die Warnowschleuse. „Da derzeit überprüft wird, ob die Schleuse zugeschüttet wird, bleibt uns nicht viel Zeit“, so Sybille Bachmann. Unterstützung bekam sie von Helge Bothur (Linke). „Will Rostock modern und innovativ leben oder stehenbleiben und nur Klinkerbauten errichten?“, fragte er. Für ihn ist es ein modernes Konzept, das die Hansestadt die nächsten 40 bis 50 Jahre bereichern würde.

Zustimmung gab es aber nicht aus allen politischen Lagern. Ulrich Söffker, Grünen-Geschäftsführer der Bürgerschaft, bezweifelt, dass der „Neptun Hopper“ bezahlbar ist. „Grundsätzlich bin ich für dieses Konzept. Wir sollten nur analysieren, ob der Bedarf da ist. Am Ende reden wir bei einem solchen Projekt schließlich auch über viel Geld“, meint er. Welche Investitionskosten für das Projekt notwendig sind, wollte die Neptun Ship Design Gmbh noch offen halten.

Mathias Otto

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