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Ehrendirigent kritisiert Orchesterverkleinerung

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Ehrendirigent kritisiert Orchesterverkleinerung

Wolf-Dieter Hauschild sieht in den Plänen das Ende der sinfonischen Musikkultur / Zehn Stellen sollen gestrichen werden

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Mit Unverständnis reagiert Ehrendirigent Wolf-Dieter Hauschild auf die geplante Verkleinerung der Norddeutschen Philharmonie. „Das wäre das Ende der sinfonischen Musikkultur Rostocks“, betont der 79-Jährige. „Ein über die Stadtgrenzen hinaus geschätzter Klangkörper wird zerschlagen.“

Um die Schauspielsparte abzusichern, hatte der Intendant des Volkstheaters, Joachim Kümmritz, Ende Oktober im Aufsichtsrat den Vorschlag vorgestellt, die Zahl der Musiker von 73 auf 63 zu reduzieren.

„Für viele Sinfonien ist jedoch eine Besetzung mit mindestens 70 Musikern unabdingbar“, sagt Hauschild. „Konzerte mit den Werken bedeutender Sinfoniker des 19. und 20. Jahrhunderts, ja selbst Beethovens 9. Sinfonie, könnten so in absehbarer Zeit in Rostock nicht mehr erklingen.“

Auch wenn der ehemalige Generalmusikdirektor mittlerweile in Stuttgart lebt, fühlt er sich mit dem Orchester verbunden. „Das Orchester ist sehr engagiert. Es ist das am besten funktionierende Ensemble des Theaters mit einer erfreulichen Zuschauerzahl und guten Einnahmen.“

Für die Zukunft des Orchesters sieht Hauschild schwarz. „Schon jetzt werden führende Solostellen nicht mehr besetzt“, kritisiert er. „Ich habe den Eindruck, dass sich der Intendant nicht für diese Musik interessiert. Und auch Oberbürgermeister Roland Methling hat bisher nicht auf meinen Brief reagiert.“

Neben Hauschild hat sich auch die „Philharmonische Gesellschaft Rostock“ in einem offenen Brief kritisch zu den Plänen geäußert.

Der Theater-Aufsichtsrat hat die Entscheidung erst einmal vertagt. Katharina Ahlers

OZ

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