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Ehrendoktor Snowden: Gericht weist Klage ab

Rostock Ehrendoktor Snowden: Gericht weist Klage ab

Der ehemalige US-Geheimdienstler wird vorerst nicht an der Universität Rostock geehrt. Laut Verwaltungsgericht fehlen besondere wissenschaftliche Leistungen, die im Hochschulgesetz gefordert werden.

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Edward Snowden wird vorerst nicht Ehrendoktor der Uni Rostock.

Quelle: Archiv

Rostock. Edward Snowden, Whistleblower und früherer Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, wird vorerst nicht Ehrendoktor der Universität Rostock. Das Verwaltungsgericht Schwerin hat am Mittwoch eine Klage der Philosophischen Fakultät abgewiesen. Darin wehrte sich die Fakultät gegen ein Veto von Uni-Rektor Wolfgang Schareck. Während die Philosophen Snowden zum Ehrendoktor ernennen wollen, lehnte der Rektor dies ab, da er keine besondere wissenschaftliche Leistung des Ex-Geheimdienstlers darin sah, Informationen einer Behörde zu veröffentlichen.

Das Gericht folgte der Auffassung der Uni-Leitung. Basis ist das Hochschulgesetz des Landes, das seit 2002 eben besondere wissenschaftliche Leistungen auch für die Ernennung von Ehrendoktoren  verlangt. Solche strengen Regeln gebe es sonst nur noch in Berlin; in allen anderen Bundesländern wäre Snowden wohl längst geehrt.

Dennoch könnte Snowden immer noch die Ehrung erlangen. Der Vorsitzende Richter monierte vor allem die Begründung des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät. Würde diese geändert, könnte das Ergebnis anders ausfallen. Nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung wollen die Philosophen prüfen lassen, ob sie einen erneuten Anlauf nehmen oder gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen. „Es gibt offenbar einen dritten Weg“, sagte Prof. Hans-Jürgen von Wensierski, der als früherer Dekan der Fakultät die Ehrenpromotion Snowdens mit auf den Weg gebracht hatte.

Frank Pubantz

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