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Ehrendoktor für Snowden: Gericht verhandelt im Sommer

Stadtmitte Ehrendoktor für Snowden: Gericht verhandelt im Sommer

Philosophische Fakultät kämpft um Ernennung des Ex-Agenten / Unirektor und Minister lehnten diese ab

Stadtmitte. Im Prozess um die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Ex-Geheimdienstler Edward Snowden hat das zuständige Verwaltungsgericht Schwerin inzwischen einen Termin angesetzt. Die Hauptverhandlung wird am 15. Juni um 10 Uhr in der Landeshauptstadt beginnen, teilt ein Gerichtssprecher auf OZ-Nachfrage mit. Weitere Termine seien bisher nicht vorgesehen.

Die Philosophische Fakultät der Uni Rostock hat Klage dagegen erhoben, dass Unirektor Wolfgang Schareck und Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) die Ernennung Snowdens zum Ehrendoktor ablehnten.

Brodkorb würdigte zwar das „hohe Maß an Courage“ Snowdens, sah aber keine besondere wissenschaftliche Leistung in seinem Handeln, wie es das Landeshochschulgesetz Mecklenburg- Vorpommerns verlange.

Ähnlich ist die Auffassung von Unirektor Schareck.

Die Fakultät sieht das jedoch anders. Im April 2014 beschloss sie, dem als „Whistleblower“ bekannt gewordenen Snowden die Ehrendoktorwürde zu verleihen. Er habe mit der Bekanntgabe der Praktiken des US-Geheimdienstes NSA die Funktion eines klassischen Aufklärers erfüllt. Snowden sei es zu verdanken, dass die Rechte der Bürger in einer vernetzten digitalen Welt neu bewertet werden, so die Argumentation.

Dass Brodkorb und Schareck die Verleihung ablehnten, werten Vertreter der Philosophischen Fakultät als „schwerwiegenden Eingriff in die Wissenschaftsautonomie“. Allein die Fakultät entscheide, was sie für wissenschaftlich halte, heißt es. Zumal namhafte externe und fachkundige Gutachter aus unterschiedlichen Bereichen die Verleihung begleitet hätten.

Bei der Ernennung gehe es aus Sicht der Fakultät auch weniger um die wissenschaftliche Leistung an sich, sondern vielmehr um ihre Bedeutung für die Gesellschaft. Die Ehrung sei auch ein symbolischer Akt. Wie bei den Ehrenpromotionen des Rostocker Autors Walter Kempowski oder von Bundespräsident Joachim Gauck.

Von aw

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