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Ein Richtkranz über dem Gemeindezentrum

Reutershagen Ein Richtkranz über dem Gemeindezentrum

Martin-Luther-Haus: Bis Pfingsten soll Neubau fertig sein / Kosten betragen 1,5 Millionen Euro

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Zimmermann Mike Hirmer sprach den Richtspruch, Helmut Reschke aus dem Kirchgemeinderat schlug den obligatorischen „ersten“ Nagel in den Dachstuhl.

Quelle: Fotos: Katja Bülow

Reutershagen. Heutzutage kommt es nur noch selten vor, dass Kirchengemeinden neu bauen. Und auch in Reutershagen hat die Gemeinde Luther Sankt Andreas gut zehn Jahre lang hin und her überlegt, wie sie ihr neues Domizil finanzieren soll. Gestern war es endlich soweit: der Richtkranz wehte über dem Rohbau, der Posaunenchor spielte und Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt erhob das Sektglas.

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Martin-Luther-Haus: Bis Pfingsten soll Neubau fertig sein / Kosten betragen 1,5 Millionen Euro

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Bis Pfingsten kommenden Jahres soll das bereits bestehende Martin-Luther-Haus in der Robert Schumann Straße modernisiert und um einen Andachtsraum mit Glockenturm sowie einen gläsernen Verbindungsbau erweitert werden. Die Kosten dafür betragen etwa 1,5 Millionen Euro, wovon die Nordkirche 800 000 Euro trägt. Christine Gottesbühren, die sich im Kirchgemeinderat für die Finanzierung des Projektes engagiert, hat gemeinsam mit anderen Basare organisiert und Spenden gesammelt. Darüber hinaus sollen die Kosten durch Eigenleistungen so gering wie möglich gehalten werden – eine Strategie, die gerade die älteren Gemeindemitglieder bestens kennen.

20 Jahre ist es her, seit sich die Luthergemeinde und die benachbarte Sankt-Andreas-Gemeinde zusammengeschlossen haben. Beide hatten seit ihrer Gründung in den 1940er und 1950er Jahren nie ein eigenes Gotteshaus, das auch von außen als solches erkennbar gewesen wäre. Anfangs nutzten sie gemeinsam eine Barackenkirche am Schwanenteich. Doch Karl-Heinz Schmidt aus dem Kirchgemeinderat erinnert sich: „Die war Walter Ulbricht ein Dorn im Auge, die wurde 1958 abgerissen.“ Danach suchten sich die Gemeinden Ausweichstandorte, an denen sie vorwiegend aus eigener Kraft Räume schufen, in denen sie ihren Glauben weiter leben konnten. Karl-Heinz Schmidt erinnert sich: „Die Leute haben damals Fundamente selbst ausgeschachtet und Bruchsteine gesammelt und frei geklopft.“

Nun freut sich Pastorin Froesa-Schmidt auf den Neubau. Denn vor allem für die soziale Arbeit der Kirche ist der Platz bisher knapp. „Wir haben zum Beispiel an jedem Freitag etwa sechzig bis hundert Menschen hier, die zur Rostocker Tafel kommen. In der Vergangenheit mussten die selbst im Winter draußen stehen, ab Pfingsten werden wir sie im Foyer empfangen können.“ Für Gottesdienste schließlich steht künftig nicht nur der Andachtsraum zur Verfügung. Wenn es dort zu Weihnachten oder Ostern eng wird, kann der gläserne Zwischenbau als Erweiterung dienen.

Zur Geschichte

Die Kirchengemeinde Luther-Sankt Andreas ist aus zwei zuvor eigenständigen Kirchengemeinden hervorgegangen.

1947 wurde die Luther-Gemeinde gegründet. Sie hatte ihr erstes Domizil in der Barackenkirche am Schwanenteich, die in jenem Jahr am 12. Oktober eingeweiht werden konnte. Sieben Jahre später, 1954, entstand außerdem die Sankt-Andreas-Gemeinde, die anfangs mit in die Barackenkirche einzog. Zwei Jahre später konnte die ältere der beiden Gemeinden in das neue Luther-Haus umziehen, während die Sankt-Andreas-Gemeinde nach dem Abriss des provisorischen Holzbaus am Schwanenteich ein neues Provisorium am Krischanweg bekam.

Vor 40 Jahren , 1977, konnte an gleicher Stelle mit Unterstützung aus der Bundesrepublik Deutschand und viel Eigenarbeit der Gemeindemitglieder ein neues Gemeindezentrum gebaut werden.

Eingeweiht wurde es am 8. Mai 1977.

Im Jahr 1997 taten sich dann beide Gemeinden wieder zusammen. Der Grund dafür war, dass die Zahl der Christen immer mehr abgenommen hatte.

Katja Bülow

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