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Ein bisschen Theater geht noch

Stadtmitte Ein bisschen Theater geht noch

Schauspieler Manfred Schlosser wird 75 und kann nicht von der Bühne lassen

Stadtmitte. . Morgen feiert der Schauspieler, Moderator und Sprecher Manfred Schlosser seinen 75. Geburtstag. Den Zeitpunkt des Ruhestands hat er verpasst. Schlosser ist eine Institution in Rostock. Als Mime sowieso, aber auch als Moderator in der Ferienwelle im Radio oder als Sprecher hier und da, nicht zuletzt im Sportfernsehen. Mehr als 400 Rollen spielte Schlosser am Volkstheater, und die illustrierten eine bewegte Karriere, in der sich der polternde Theaterpatriarch Hanns Anselm Perten und der Brausekopf Schlosser oft genug ins Gehege kamen.

 

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Schlosser als „Falstaff“ in der Compagnie-Inszenierung „Die lustigen Weiber von Windsor“.

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„Geschadet hat es mir nicht“, sagt heute Schlosser treuherzig.

2006 verabschiedete sich „Manni“ nach 37 Jahren Engagement. In einer überaus stilvollen Proklamation im Theater im Stadthafen ernannte Intendant Steffen Piontek Schlosser zum Ehrenmitglied des Volkstheaters. Der war nunmehr angesiedelt in der vordersten Reihe der vielen Künstler aller Couleur, die je an diesem einst so renommierten Theater Hof hielten.

Die „Grande Dame“ des Hauses, Anneliese Matschulat, huldigte dem Mimen, dass es ihm kalt den Rücken runter lief. Schlosser sah sich einer ehrenden und emotionalen Performance seiner Kollegen ausgesetzt, „die ich so nicht erwartet hatte“.

Evelyn, seit 1974 Ehefrau an Schlossers Seite, wusste da schon Bescheid: „Manni kann gar nicht aufhören.“ Dass der sich nur noch seinem Hobby, dem Garten, widmen werde, hielt sie für völlig absurd.

Prompt blickte Schlosser wieder von der Rampe: Mit Ulli Voß in Dürrenmatts „Abendstunde im Spätherbst“ – ein Zweipersonenstück beeindruckender Mimen für ganz großes Kino im Theater. „Wir waren damit oft unterwegs“, erinnert sich Schlosser.

2010 reichte der Sensenmann als Regisseur das Skript: Schlosser war schwer erkrankt. „Ich habe gearbeitet wie ein Tier“, kämpfte der vehement gegen das Schicksal an. Mit Erfolg.

In der Compagnie de Comédie fand der Schauspieler eine neue Spielwiese. „Eine Heimstatt für mich“, sagt er. Compagnie-Prinzipalin Martina Witte vereinnahmte mit weiblicher List das hohe künstlerische Potenzial. So gab Schlosser etwa den feisten Falstaff in der Compagnie-Inszenierung„Die lustigen Weiber von Windsor“.

Manfred Schlosser brennt immer noch wie eine Fackel und ist voller Ideen. Ein bisschen Theater-Nische in kleinen Zweipersonen-Stücken („Mit meiner Freundin Petra Gorr vielleicht“), eine Rolle im neuen Weihnachtsmärchen der Compagnie. Schlosser sagt: „Es läuft langsam aus!“. Aber es kann noch lange dauern!

Andreas Golz

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